© EPA/Biel AliÒo

Stars
12/26/2020

Die 5 größten Skandale europäischer Königshäuser im Jahr 2020

Rücktritt, Exil-Flucht und Verwicklungen in einen Missbrauchsskandal - dazu eine Scheidung und eine illegale Coronaparty. Bei den Royals ging es heuer rund.

Das vergangene Jahr - es war kein einfaches. Neben der Corona-Pandemie hatte so manch europischer Royal noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Rücktritt, Exil-Flucht und Verwicklungen in den Missbrauchsskandal um den verurteilen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein: Die Konsequenzen dieser Skandale werden die betroffenen Personen auch noch im nächsten Jahr beschäftigen.

Das war 2020: Europas Königshäuser und ihre Skandale

Spaniens Ex-König Juan Carlos

Spaniens Altkönig Juan Carlos hatte Anfang August heimlich sein Land verlassen. Erst nach zwei Wochen teilte das Königshaus mit, er sei in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist, wo er sich mutmaßlich bis heute aufhält. In einem vom Königshaus am 3. August veröffentlichten Brief an seinen Sohn und Nachfolger Felipe hatte Juan Carlos mitgeteilt, dass er wegen der Affäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke in Saudi-Arabien ins Ausland ziehe. Damit wolle er die Arbeit Felipes "erleichtern". Ungeachtet der mysteriösen Ausreise versicherte Madrid, der "emeritierte König" sei nicht vor der Justiz geflohen.

Spaniens Ex-König Juan Carlos

Juan Carlos soll 2008 von den Saudis 100 Millionen US-Dollar für die Vermittlung kassiert haben. Damals genoss er als Monarch zwar noch Immunität. In Zusammenhang mit der Zahlung wird er aber nun der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche nach seiner Abdankung im Juni 2014 verdächtigt. Im Juni leitete das Oberste Gericht in Madrid Ermittlungen ein.

Meghan und Harry

Im Jänner verkündeten Harry und Meghan ihren Rückzug aus dem engeren Kreis der britischen Royals. "Die Königsfamilie respektiert den Wunsch des Herzogs und der Herzogin von Sussex, ein unabhängigeres Leben als Familie zu führen, indem sie die angebliche Rechtfertigung des 'öffentlichen Interesses' für Übergriffe der Medien in ihr Leben entziehen", hieß es in einer Mitteilung. Seit dem hat sich viel getan. Nach Abschluss ihres Netflix-Deals haben Harry und Meghan etwa 2,4 Millionen britische Pfund für die Renovierung ihres Wohnsitzes in Großbritannien zurückgezahlt. "Dieser Beitrag deckt vollständig die Renovierungskosten für das Frogmore Cottage, das sich im Besitz der Queen befindet, ab", schrieb Harry und Meghans Sprecher in einem Statement.  

Meghan und Harry

Harry und Meghan wollen künftig Filme und Serien für den Streamingidiest produzieren. Privat haben sie sich zurückgezogen. Beide litten bereits seit längerer Zeit unter der Dauerbeobachtung durch die Boulevardpresse. Im Sommer reichte das Paar bei einem Gericht in Los Angeles Klage ein, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühlte. Unter anderem hätten Fotografen mit Drohnen ihren Sohn Archie im Garten abgelichtet, so der Vorwurf. Meghan klagte zudem in London gegen den Verlag der "Mail on Sunday". Das Blatt hatte einen Brief der Herzogin an ihren Vater in Auszügen veröffentlicht. Sie fühlt sich dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Meghan liegt mit ihrem Vater seit ihrer Hochzeit im Mai 2018 im Clinch.

Der belgische Prinz Joachim

Ein positiv auf Corona getesteter Neffe von Belgiens König musste sich nach seiner Teilnahme an einer wegen der Coronapandemie illegalen Party entschuldigen. "Ich bereue meine Handlungen zutiefst und akzeptiere die Konsequenzen", schrieb Prinz Joachim in einer Mitteilung an spanische Medien. Die spanischen Behörden hatten zuvor wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Corona-Bestimmungen bereits Ermittlungen eingeleitet. Joachim im Mai im südspanischen Cordoba an einer Feier einer Familie teilgenommen, die nach Angaben der spanischen Behörden insgesamt 27 Teilnehmer hatte. Zu dem Zeitpunkt waren in der Region Andalusien wegen des Virus nur Zusammenkünfte von maximal 15 Personen zulässig.

Der belgische Prinz Joachim

In seinem Schreiben räumte Prinz Joachim sein Fehlverhalten ein. Er habe "nicht alle Quarantäne-Maßnahmen eingehalten". Der jüngste Sohn von Prinzessin Astrid, der Schwester des Königs, war laut Medien und den spanischen Behörden am 24. Mai nach Madrid geflogen und von dort mit dem Zug nach Cordoba weitergereist. Am Tag nach der Feier bekam er Symptome und einen Tag später, am 28. Mai, wurde er positiv auf das Coronavirus getestet.

Queen Elizabeth-Enkel Peter Phillips

Im Februar teilte der Buckingham Palast mit, dass sich Peter Phillips, der älteste Enkel der Queen, und seine Frau Autumn nach zwölf Jahren Ehe scheiden lassen wollen. Der 43-jährige Sohn von Prinzessin Anne und seine kanadische Frau planten demnach, im südwestenglische Gloustershire zu bleiben und sich das Sorgerecht für ihre beiden Töchter zu teilen.

Queen Elizabeth-Enkel Peter Phillips

Nach langen Diskussionen sei das Paar zu der Erkenntnis gekommen, dass eine Trennung das beste für ihre beiden Kinder und ihre "Freundschaft" sei, hieß es in der Erklärung. Sie hätten die 94-jährige Monarchin und ihre Familien bereits im vergangenen Jahr darüber informiert. Peter Phillips ist zwar Mitglied der Königsfamilie, vertritt sie aber nicht und besitzt auch keinen Titel. Zuvor hatte der Besitzer einer Sport- und Entertainment-Agentur im mit einem Werbespot für Milch im chinesischen Fernsehen für Aufsehen gesorgt. Seine Frau Autumn lernte Phillips 2003 beim Grand Prix in Montreal kennen. 2008 heirateten sie in der St. George's Chapel in Schloss Windsor. Das Ex-Paar hat zwei Töchter.

Prinz Andrew

Im Jänner warf die US-Staatsanwaltschaft dem britischen Prinzen Andrew eine fehlende Zusammenarbeit bei den Ermittlungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vor. Der New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman sagte damals, der Prinz habe bisher "null Kooperation" gezeigt. Auf eine Anfrage der Bundespolizei FBI habe Prinz Andrew nicht geantwortet. Berman hielt die Pressekonferenz vor dem früheren Haus Epsteins in New York ab. Prinz Andrew hat zugegeben, sich in der Vergangenheit dort aufgehalten zu haben. Der 60-Jährige hatte im November 2019 zugesagt, bei den Ermittlungen zum Epstein-Skandal zu helfen.

Prinz Andrew

Der einst mit Epstein befreundete Prinz hatte im vergangenen Jahr nach scharfer öffentlicher Kritik all seine öffentlichen Funktionen aufgegeben. Dem zweitältesten Sohn von Königin Elizabeth II. wird vorgeworfen, 2001 Sex mit einer damals 17-Jährigen gehabt zu haben, die von Epstein dazu gezwungen worden war. Der Prinz bestreitet die Vorwürfe. Epstein war im August 2019 in einer New Yorker Gefängniszelle tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Gerichtsmedizin beging der 66-Jährige Suizid. Wenige Wochen zuvor war er wegen des Verdachts des Menschenhandels mit Minderjährigen in Haft genommen worden. Auch nach Epsteins Tod laufen die Ermittlungen weiter. Dabei geht es um die Frage möglicher Gehilfen des Multimillionärs.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.