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07.10.2017

Der neue Hype um Hollywood-Diva & Erfinderin Hedy Lamarr

Eine Doku und US-Serie widmen sich der unglaublichen Biografie der Österreicherin Lamarr.

Als die "jüdische Marilyn Monroe der Weltkriegsjahre" wurde die österreichische Aktrice Hedy Lamarr (1914-2000), die 1933 mit der ersten Nacktszene ("Ekstase") in die Filmgeschichte einging und zur gefeierten Hollywood-Diva avancierte, bezeichnet. Die Biografie der gebürtigen Wienerin fasziniert nach wie vor – so sehr, dass sich derzeit ein regelrechter Hype um das Ausnahmetalent anbahnt.

Die hoch gelobte USDoku "Bombshell" macht im November den Anfang. Susan Sarandon (71) produzierte den Film. Und noch ein Projekt ist in der Pipeline. Soeben wurde bekannt, dass Diane Kruger (41) in einer Serie über die Filmlegende als Lamarr fungieren wird. "Sie war eine kluge Visionärin […] und zufällig auch eine Schauspielerin. Ich kann es kaum erwarten, ihre Geschichte zu erzählen", freut sich Kruger.

Die als Hedwig Eva Maria Kiesler geborene Wienerin war nämlich nicht nur Kinostar, der in Hollywood Erfolge feierte, sondern auch Erfinderin. Als überzeugte Nazi-Gegnerin entwickelte 1942 eine Funk-Fernsteuerung (Vorgänger von WLAN und Bluetooth), die vor Störungen durch den Feind sicher war. Die Navy wollte jedoch lieber Küsse statt Kriegshandwerk von Hedy.

Erst spät bekam sie Anerkennung für ihre Erfindung. Da war sie schon längst ein Star und ihr Stern bereits wieder am Sinken. Großen Erfolg hatte sie mit Filmen, in denen sie nur als hübscher Anhang zu sehen war. Die Hauptrolle in " Casablanca" habe sie leider abgelehnt, erklärte sie Jahre nach ihrer Filmkarriere. Statt mit Rollen machte sie eher Schlagzeilen mit ihren Ehen (sechs Mal verheiratet) und Affären.

Beauty-OPs & Rückzug aus Filmbiz

Schon 1960er-Jahren kehrte sie der Öffentlichkeit den Rücken. 1958 war sie das letzte Mal in einem Film zu sehen.

Mit unzähligen Beauty-OPs versuchte sie ihre Schönheit zu bewahren. Lamarr verstarb 2000 vereinsamt in ihrer Wahlheimat Florida. Nicht einmal ihre Kinder durften sie in den letzten Jahren sehen, es gab nur stundenlange Telefonate. Ihr Sohn erklärte kurz vor ihrem Tod: "Sie fühlt sich immer noch als Österreicherin."