Catherine, Duchess of Cambridge leaves the National Portrait Gallery with her husband, Britain's Prince William (L), after viewing a newly-commissioned official painting of her in London January 11, 2013. The oil on canvas by Glasgow-born artist Paul Emsley was done in two sittings. REUTERS/Andrew Winning (BRITAIN - Tags: ENTERTAINMENT ROYALS)

© Reuters/ANDREW WINNING

Warten
07/14/2013

Countdown für das royale Baby

Ganz Großbritannien wartet auf das Kind von Prinz William und seiner Frau Kate.

Ganz Großbritannien scheint in den Wehen zu liegen, bis jetzt vergeblich. Der neue Thronfolger lässt weiter auf sich warten. Gestern, am 13. Juli, hätte er, rund zwölf Jahre nachdem Kate und William einander an der St. Andrews University zum ersten Mal trafen, das Licht der Welt erblicken sollen.

Seit Wochen scheint die Öffentlichkeit kein anderes Thema zu kennen, über jedes Detail wurde berichtet, dennoch gibt es einige Fragen, auf die es bis jetzt noch keine Antwort gibt: Wird es ein Bub oder ein Mädchen? Welchen Namen wird das Kind tragen? Wo werden Kind und Mutter die ersten Wochen verbringen?

Die Briten scheinen sicher, dass es auch dieses Wochenende kein Fest zu feiern gibt. Prinz William hat sich entschlossen, am Sonntag rund 100 Meilen von seiner hochschwangeren Frau entfernt an einem Charity-Polo-Match teilzunehmen. Sollten die Wehen einsetzen, wird er per Hubschrauber von Wales ins St. Mary’s Hospital geflogen.

Seltsame Geschenke

Seit Wochen wird die Klinik von Journalisten belagert und kann sich kaum der Geschenke erwehren, die für Mutter und Kind abgeben werden, darunter recht seltsam anmutende wie ein Gemälde mit Kate und dem Neugeborenen, das einer Muttergottes-Darstellung nachempfunden wurde.

Die Sicherheitsmaßnahmen sind enorm, selbst das Spitalspersonal muss sich täglich einer Ausweiskontrolle unterziehen. Es wurde vertraglich zu Verschwiegenheit verpflichtet.

Kate muss im Kreißsaal auf ihren persönlichen Arzt verzichten – sie wird von den Gynäkologen der Queen betreut, Dr. Setchell und Dr. Alan Farthing. Der 70-jährige Setchell hat rund zwei Jahrzehnte lang die königliche Familie als Chirurg und Gynäkologe betreut. Beide Mediziner zählen zu den angesehensten Mitgliedern des königlichen Ärzteteams.

Die erste Person, die von der Geburt des neuen Royals informiert wird, ist die Queen. Diese Aufgabe wird William übernehmen – mit abhörsicherem Telefon. Die Monarchin selbst wird nicht zu Besuch in die Klinik kommen, sondern warten, bis das Baby zu ihr gebracht wird.

Jamie Lowther-Pinkerton, der Privatsekretär von Kate und William, wird David Cameron und den Erzbischof von Canterbury informieren. Die Minister von Schottland, Wales und Nordirland sowie die Regierungen aller 54 Commonwealth Staaten zählen zu jenen, die als Erste die frohe Botschaft erfahren. Dem Volk wird die Ankunft des royalen Babys mit 41 Salutschüssen kundgetan.

Experten meinen, dass sich die Briten dieses Ereignis rund 243 Millionen Pfund kosten lassen – Souvenirs, Champagner und Partys stehen hoch im Kurs. Gut verdienen an der Geburt ihres Enkels wird auch die Familie Middleton, die Partyartikel erzeugt. Schon bei der Hochzeit von Kate und William sowie dem 60-jährigen Thronjubiläum der Queen soll Kates Familie Millionenumsätze erzielt haben. Es ist zu bezweifeln, dass sich die Queen über diese Tatsache amused zeigt.

Erste Zeit im Elternhaus

Es steht noch nicht fest, wer mit in den Kreißsaal kommt. Schwester Pippa und Mama Middleton wurden von Kate jedenfalls eingeladen. Viel wurde auch darüber diskutiert, dass die Jungmutter – ganz gegen die Tradition – die ersten Wochen in ihrem Elternhaus verbringen möchte. Aus diesem Grund ließen Papa und Mama Middleton ein Gästehaus für die Security auf ihrem Anwesen errichten. Was das den Steuerzahler kosten würde, darüber wurde in Medien ausgiebig spekuliert – von Millionenbeträgen war die Rede. Mittlerweile ist es still geworden um dieses Thema. Die königliche Familie will alles vermeiden, um den Steuerzahler zu verärgern und die Feierstimmung zu trüben.

Da wird lieber über Geschenke berichtet, die im Buckingham Palace eintreffen. Die australische Ex-Premierministerin Julia Gillard zum Beispiel strickte ein Känguru, und die finnische Regierung schickte ihre traditionelle Baby-Geschenkbox – Kondome inbegriffen.

Nobeljuwelier Theo Fennell hat ein Armband designt, das 10.000 Pfund wert ist. Das Besondere daran: Der Anhänger ist ein Cremetiegel für die Popocreme des royalen Nachwuchses. Sobald der Name des Babys feststeht, soll dieser eingraviert werden; dann wird das Einzelstück für einen guten Zweck versteigert.

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