Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Ulmen und Fernandes: Spanien gibt Fall an Deutschland ab

Mallorca bestätigt die Abgabe des Verfahrens gegen Christian Ulmen an die deutsche Justiz.
 Collien Fernandes und Christian Ulmen

Zusammenfassung

  • Mallorca bestätigt die Abgabe des Ermittlungsverfahrens gegen Christian Ulmen im Fall Collien Fernandes an die deutsche Justiz.
  • Fernandes' Widerspruch gegen die Abgabe wurde abgelehnt, Rechtsmittel sind jedoch eingelegt.
  • Die Vorwürfe gegen Ulmen betreffen unter anderem körperliche Übergriffe und Fake-Profile; die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt parallel.

Ein Gericht auf Mallorca hat die Abgabe des Ermittlungsverfahrens in der Sache der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die deutsche Justiz bestätigt. Ein Widerspruch von Fernandes gegen eine gleichlautende frühere gerichtliche Entscheidung sei zurückgewiesen worden, bestätigten die Rechtsanwälte beider Seiten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Zuvor hatte bereits die Mallorca Zeitung entsprechend berichtet. Eine Justizsprecherin antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage. Für Ulmen gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung. Fernandes will nach Angaben ihres spanischen Rechtsanwalts Jorge Agüero Lafora weiter, dass das Verfahren gegen ihren Ex-Mann bei der Justiz auf Mallorca bleibt und die Ablehnung ihres Widerspruchs von der nächsthöheren Gerichtsinstanz überprüft wird. "Rechtsmittel sind eingelegt", teilte der Rechtsanwalt auf Anfrage mit.

Bei dem Ex-Paar handelt es sich um deutsche Staatsbürger

Fernandes hatte Ulmen im Dezember in Palma angezeigt. Das zuständige Gericht hält jedoch die deutsche Justiz für zuständig, da es sich bei Fernandes und Ulmen um deutsche Staatsbürger handelt, Unterlagen in deutscher Sprache sind und sich die meisten Vorwürfe in Deutschland abgespielt haben sollen.

Fernandes richtet seit einiger Zeit öffentlich Vorwürfe gegen Ulmen, über die zuerst der Spiegel berichtet hatte. Sie wirft ihm neben körperlichen Übergriffen auch vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Ihre Vorwürfe hatten eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt und Demonstrationen in mehreren deutschen Städten ausgelöst.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt derzeit auch parallel zu den spanischen Behörden.

Kommentare