Stars 26.05.2018

Chad Rook: Österreich als zweite Heimat

© Bild: Kurier/Gilbert Novy

Der kanadische Schauspieler Chad Rook über Vorbilder, Vorlieben und Hochzeitspläne

Sehr sympathisch fällt schon die Begrüßung aus, als der KURIER den kanadischen Schauspieler Chad Rook (36) im Hotel Sacher in Baden zum Interview trifft. Im Moment hält sich der Film-Beau übrigens in Österreich auf, weil er neben Paul Sorvino, Michael Biehn und der in Wien lebenden Nikita Black im Film von Danny Bellens „My Jurassic Place“ spielt.

Kurier: Können Sie uns ein bisschen von "Jurassic Place" erzählen?

Chad Rook: Es ist ein Familienfilm. Es geht darum einen Dinosaurier inmitten von Menschen aufzuziehen. Es ist eine gute Abwechslung, weil ich sonst eher düstere Rollen spiele, so in Richtung Science Fiction.

Helen Mirren hat in Österreich gedreht, Tom Cruise auch. Es wurden sogar einige James Bond-Szenen in Österreich gefilmt. Was denken Sie, hält Hollywood von Österreich?

Ich denke, Wien oder Baden haben so viel Charakter, den Hollywood nicht hat: Die Gebäude, die Geschichte, das Design. Hier gibt es sehr viel, dass wir nicht haben. Deshalb ist es schön herzukommen. Es ist, wie in eine andere Welt zu kommen. Ich bin jetzt zum fünften Mal da und werde dieses Jahr noch einmal kommen. Österreich wird irgendwie zu meinem zweiten Zuhause.

Was ist Ihr österreichisches Lieblingsgericht?

Kaiserschmarren! Wir haben so viel davon gegessen, ich bin immer noch voll. Die ersten Male, als ich hier war, habe ich zu viel Schnitzel gegessen. Da habe ich jetzt genug davon.

Letzte Frage zu Österreich: Haben Sie jemals von Richard Lugner gehört?

Nein, wer ist das?

Ein österreichischer Bauunternehmer, der jedes Jahr einen anderen internationalen Stargast zum Wiener Opernball einlädt, wie zum Beispiel Melanie Griffith, Grace Jones oder Brooke Shields.

Oh, den muss ich kennenlernen. Vielleicht bin ich ja nächstes Mal dran. (lacht)

Chad Rook
Nikita Black, Kurier-Redakteurin Stefanie Weichselbaum, Chad Rook © Bild: Kurier/Gilbert Novy

In einem Interview haben Sie gesagt, dass Ihr Vorbild als Kind Jim Carrey war, jetzt der Schauspieler Mickey Rourke ist. Wie geht sich das aus?

Jim Carrey spielt immer Charaktere, nie die normalen Menschen, genauso wie Mickey Rourke. Jim Carrey spielt die lustigen Rollen und Mickey Rourke die ernsten. Als ich älter wurde und das Schauspielen für mich auch ernster wurde, wurde Mickey Rourke zu meinem Vorbild. Es ist auch die Geschichte der beiden, die mich beeindruckt. Sie hatten nichts, haben aber immer ihre Ziele verfolgt.

Jetzt spielen Sie eher düstere Rollen. Können Sie sich vorstellen, auch einmal in einer Komödie zu spielen.

Ich habe mit Stand-up-Comedy angefangen. Dann habe ich eine Comedy-Show, "The Perfect Pickup" geschrieben und Regie geführt. Ich möchte nicht die ganze Zeit nur ernste Gedanken haben.

Wenn Sie kein Schauspieler wären, welchen Beruf hätten Sie dann?

Ich bin ein großer Fan von Fotografie und von den visuellen Effekten oder Special Make-up-Effekten in Filmen. Früher habe ich viel gezeichnet. Es kommt alles darauf zurück, einfach kreativ zu sein und Charaktere zu kreieren. Hinter den Kulissen zu sein und wirklich cooles Make-up zu machen würde schon Spaß machen.

Was machen Sie während einem langen Tag am Filmset, um zu entspannen?

Das ist lustig, denn das ist unterschiedlich in Österreich und Amerika. In Amerika habe ich einen Nintendo - einen von den alten. Der erste, der herauskam. Und dann sitzen wir da und spielen Mario Bros.

Ich könnte mir vorstellen, dass Sie eine Menge weiblicher Fans haben. Haben die eine Chance bei Ihnen oder sind Sie vergeben?

Ich bin vergeben. Ich habe eine Verlobte. Ich werde noch dieses Jahr heiraten. Sie heißt Dani Le Rose. Sie ist Sängerin und bringt bald ein Album heraus. Aber ich habe ein sehr nahes Verhältnis zu meinen Fans. Sie sind süß und ich zeige ihnen, soviel Liebe, wie ich kann.

Ist Ihre Verlobte dann eifersüchtig, wenn Sie viele Selfies mit anderen Frauen machen?

Nein, sie arbeitet ja auch in der Branche und sie versteht das. Das ist Teil meines Berufs. Ich konnte noch nie verstehen, dass es Schauspieler gibt, die das nicht machen. Ohne Fans hätten wir keine Filme und TV-Serien. Die würden nicht da sein, wenn sie niemand ansehen würde.

Was sind Ihre nächsten Projekte?

Dieses Jahr mache ich noch einen Horrorfilm und ich bin in einem anderen Film: "Extremity". Ich habe viel zu tun, aber das macht Spaß.

 

( kurier.at ) Erstellt am 26.05.2018