Hundeflüster Cesar Millan

© Kurier/Gilbert Novy

Stars
04/06/2021

Cesar Millan: Der Hundeflüsterer des US-Präsidenten Joe Biden

Dem weltberühmten Tiertrainer vertraut Joe Biden seinen bissigen Schäferhund an.

von Elisabeth Sereda

Dieser Mann ist eine – wenn auch wegen gelegentlich „rüder“ Methoden nicht unumstrittene – Legende. Man könnte zu seiner Karriere getrost „Wow!“ sagen. Cesar Millan (51), geborener Mexikaner, hat sich in Hollywood als „Hundetrainer der Stars“ schon vor Jahrzehnten einen Namen gemacht.

Sein Auftritt in der Oprah Winfrey-Show, nach dem er ihren verhaltensauffälligen Cockerspaniel Sophie unter Kontrolle brachte, führte ihn in die „Bell Etage“ des US-Fernsehens – seine eigene Serie „The Dog Whisperer“ (der Hundeflüsterer) läuft in aller Welt. „El Perrero“ (der Hundefänger), wie man ihn oft nennt, trainiert nun die beiden Schäferhunde von US-Präsident Joe Biden (78) und „First Lady“ Jill (69) – Champ (14) ist kuschelig, doch Major (3) aus dem Tierheim gilt als schwarzes Schaf im Weißen Haus: Zweimal schon hat er Mitarbeiter angeknabbert. Ist der Kerl resozialiserbar?

KURIER: Was ist das größte Problem im Biden-Haushalt?

Cesar Millan: Die neue Umgebung, in der es 1000 Sicherheitsprotokolle für Menschen gibt, aber keine für Hunde – Ich bringe ihnen bei, dass sie nicht machen können, woran sie gewöhnt waren. Auf einmal sind sie von Hunderten Leuten umgeben. Major hat nun zum zweiten Mal jemanden gebissen. Er ist der Jüngere und ein „Rescue Dog“, schwer traumatisiert aus einem Zwinger gerettet. Champ hat als Älterer ein dickeres Fell. Die Bidens haben auf mein Anraten beide wieder auf den Familiensitz in Delaware gebracht, wo ich mit ihnen arbeite. Wenn ein Hund zubeißt, ist nie der Hund schuld, sondern immer der Mensch, der zu nahe kam.

Wie sieht denn der perfekte Hundehalter aus?

Einer, der Power und Ruhe ausstrahlt, aber auch strikt sein kann. Training, Disziplin und Liebe – das ist das ganze Geheimnis: Hand, Hirn, Herz.

Sie üben oft Kritik an Leuten, die ihre Hunde verhätscheln.

Es beginnt mit der falschen Ernährung. Nie vom Esstisch füttern! Verhätscheln ist falsch verstandene Liebe. Wegen der Pandemie haben jetzt sehr viele Menschen Hunde adoptiert – ich hoffe, sie geben sie später nicht zurück, weil sie weniger Zeit haben oder reisen wollen. Das ist die Gefahr.

Hatten Sie schon Hunde, bei denen Sie scheiterten?

Nein. Nur Menschen, die nicht auf mich hörten. Hunde lernen Respekt und Vertrauen leicht. Menschen nicht so.

Was ist Ihre Lieblingsrasse?

Ich bin mit Mischlingen aufgewachsen, und das sind immer noch meine Lieblinge. Ich sehe Hunde zuerst als Tiere, dann als Hunde, dann als Rasse, zuletzt beim Namen.

Welche Art Hund sollte man sich als ersten zulegen?

Beginne mit Jack Russells – und erst dann Schäferhunde oder Rottweiler. Fange nie mit den Starken an.

Arnold Schwarzenegger hat einen ganzen Zoo mit Esel, Ponys, Hunden und Lamas – was wäre da Ihre Strategie?

Man nimmt sich immer den Stärksten vor, in dem Fall Arnie (lacht). Und alle anderen richten sich nach ihm ...

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