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11/23/2021

Brisante Enthüllungen über Machenschaften im britischen Königshaus: Palast bezieht Stellung

"Überzogene und unbegründete Behauptungen aus ungenannten Quellen als Tatsache" dargestellt - lautet die Kritik vonseiten des Palasts.

In einem außerordentlichen Schritt hat das britische Königshaus eine BBC-Dokumentation über die Royal Family und das Verhältnis der Queen-Enkel Prinz William und Prinz Harry kritisiert. In einer gemeinsamen Stellungnahme warfen Vertreter von Königin Elizabeth II. (95), Thronfolger Prinz Charles (73) und Queen-Enkel Prinz William (39) dem öffentlich-rechtlichen Sender vor, "überzogene und unbegründete Behauptungen aus ungenannten Quellen als Tatsache" darzustellen.

Palast geht gegen BBC-Doku vor

Das gemeinsame Statement von Buckingham-Palast, Clarence House und Kensington-Palast wurde am Ende der Sendung von der BBC selbst gezeigt. Die am Montagabend von BBC 2 ausgestrahlte Episode "The Princes And The Press" (Die Prinzen und die Presse) legt nahe, dass die Brüder William und Harry jeweils Journalisten mit Vorwürfen gegen die andere Seite gefüttert haben sollen. Beide weisen das zurück. Das Verhältnis zwischen den beiden Queen-Enkeln gilt als schwer belastet, seitdem Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan dem Palast öffentlich Rassismus und mangelnde Unterstützung vorgeworfen haben.

Gerüchte über Sussexes von Palast bewusst geleakt? 

Die Doku beleuchtet nicht nur die Beziehung von William und Harry, sondern auch die vermeintliche Rivalität zwischen den Sussexes und den Cambridges. Ein Vorwurf lautet, Berater des Kensington Palastes hätten bewusst negative Gerüchte über Meghan und Harry gestreut, weil man insgeheim mit dem Verhalten des Ehepaares unzufrieden war. 

Journalist Dan Wooton behauptet, dass der negativen Berichterstattung über die Sussexes in der britischen Presse bereits Kritik an Meghan und Harry innerhalb des Palastes vorangegangen war. "Es waren tatsächlich diese Leute hinter den Kulissen, die anfingen, sich zu ärgern, bevor etwas davon öffentlich wurde", erzählt Wooton in der BBC-Doku. "Zu diesem Zeitpunkt hatte keine überregionale Zeitung es gewagt, wirklich in diesen riesigen Krieg einzutauchen, der sich hinter den Kulissen entwickelte."

"Ich denke, wenn man eine negative Geschichte durchsickern lässt, ist das eine Strafe", sagte Wooton. "Es gibt schon seit geraumer Zeit Gerüchte, dass viele der schädlichsten und negativsten Geschichten [über Meghan und Harry] von anderen königlichen Haushalten oder von anderen königlichen Adjutanten stammen-"

Die Dokumentation enthält zudem auch ein Interview der Anwältin der Herzogin von Sussex, die behauptet, dass die Vorwürfe, Meghan habe Palastmitarbeiter gemobbt, nicht stimmen würden. 

In der gemeinsamen Erklärung sagten Buckingham Palace, Kensington Palace und Clarence House gestern Abend, es sei "enttäuschend", dass der Sender sich entschieden habe, Gerüchte im Zusammenhang mit der Abreise von Harry und Meghan aus Großbritannien zu verbreiten. Die Queen, ihr Sohn und ihr Enkel würden der Daily Mail zufolge nun sogar mit einem Boykott zukünftiger Projekte drohen - es sei denn, der Palast erhält das Recht, auf potenziell schädliche Anschuldigungen zu reagieren. Der Frust hinter den royalen Kulissen scheint demnach groß. Offiziell hat sich der Buckingham Palace aber noch nicht zu der neuen Doku geäußert.

In der Sendung entschuldigte sich ein Privatermittler zudem bei Harry dafür, das Telefon einer Ex-Freundin des Prinzen abgehört zu haben. Er habe Harry die Teenager-Jahre gestohlen, sagte Gavin Burrows. Anfang der 2000er-Jahre habe in den Medien eine "rücksichtlose" Kultur ohne jede Moral geherrscht. Mit Harry, der lebenslustiger erschien als sein älterer Bruder William, habe sich mehr Auflage machen lassen, sagte Burrows. Das habe zu drastischen Recherchemethoden geführt. Dabei geriet auch Harrys damalige Freundin Chelsy Davy ins Visier. Der Prinz hat den Verlag News Group Newspapers, der unter anderem die Sun und früher das Skandalblatt "News of the World" herausbrachte, verklagt.

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