Boy George kommt nach Wien

APAAPAOZE05 - 21102006 - WIEN - OESTERREICH: ZU APA CI - Der englische Saenger Boy George waehrend seines Auftrittes als "DJ" Samstag Frueh, 21. Oktober 2006 in der Discothek "U4" in Wien. APA-FOTO: HERBERT P. OCZERET
Foto: APA Bei der Arbeit: Boy George legt seit den 1990ern als DJ House auf.

Alter Knabe, aber junge Beats: Paradies-Vogel der 80er-Jahre, Stil-Ikone, Drogen, Gefängnis. Heute ist Boy George geheilt und legt am 23. März in Wien auf.

Er sah aus wie eine peruanische Hochlandbäuerin, die auf Jamaika einen Joint zu viel geraucht hat. Oder wie eine Geisha, die sich als Rastafari verkleidete. Boy George: "Viele Rasta-Typen nannten sich King Freddie oder Poppa George. Boy war sozusagen die zahme Version davon."

Die Presse-Meldungen explodierten Anfang der 80er-Jahre, als der Stern dieses einzigartigen Fabelwesens den Brit-Pop überstrahlte. Mit "Do You Really Want To Hurt Me" (1981) katapultierte er sich an die Spitze der internationalen Hitparaden und sogar auf die Titelseiten zahlreicher Mode-Magazine.

Boy George Foto: rts Die (un-)geschminkte Wahrheit: So sieht George Alan O’Dowd heute aus.

30 Jahre später lebt zwar die Kosmetik-Industrie immer noch recht gut vom in die Jahre gekommenen Buben (er ist 50), aber die ungeschminkte Wahrheit sieht so aus: Beinahe hätte George Alan O’Dowd, so sein bürgerlicher Name, seine Drogensucht nicht überlebt. Von 1981 bis 1986 führte er die damals geheime Beziehung mit seinem "Culture Club"-Schlagzeuger Jon Moss. Das Ende der Liaison bezeichnet George heute als den Beginn seines Absturzes: "Ich habe bis zu vier Gramm Kokain am Tag geschnupft." Aber bereits 1986 nahm er an einem gerichtlich angeordneten Drogenentzug teil, weil er wegen Heroinbesitzes festgenommen und verurteilt wurde. 2005 wurde der in New York Lebende wieder wegen Drogenbesitzes verhaftet. Neben einem Bußgeld von 1000 Dollar (759 Euro) musste Boy George 2006 fünf Tage Sozialdienst bei der Straßenreinigung ableisten. Im Drogenrausch fesselte er 2007 in seiner Londoner Wohnung den norwegischen Callboy Audun Carlsen, verprügelte ihn und machte Nacktaufnahmen von seinem Opfer. Diesmal gab es 15 Monate Gefängnis, wovon er vier Monate absaß. Heute sagt der Sänger: "Ich bin wirklich clean. Ich will nicht sterben."

Boy George Foto: AP/Lukas Barth Mit viel Schminke ist die Ähnlichkeit zu seinem früheren Alter Ego noch zu erkennen.

Wie lebendig der DJ wirklich ist, können seine Fans am 23. März live miterleben. Boy George legt ab Mitternacht beim "Fashion Check-in" (www.fashion-check-in.com) im Hotel Meridien auf und lädt bereits um 21 Uhr zum Meet & Greet ins "Rochus".

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(kurier) Erstellt am
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