"War der Bösewicht": Boris Becker packt über Scheidung von Barbara aus
Von 1993 bis 2001 waren Boris Becker und Barbara Becker verheiratet, danach folgte die Scheidung. Der Grund: Seine Affäre mit Angela Ermakova, mit der er auch Tochter Anna (heute 25 Jahre alt) zeugte. Zu viel damals für Barbara, sie zog die Reißleine. Für die Presse allerdings ein gefundenes Fressen, noch heute wird Boris Becker mit der "Besenkammer-Affäre" assoziiert.
Im "The Louis Theroux Podcast" packte die Tennis-Legende nun über die Scheidung aus – und zeigte sich von seiner selbstkritischen Seite. Aber Giftspritzen gegen Barbara blieben dabei auch nicht aus.
"Sie hatte die Macht"
"Ich habe sie betrogen, daran besteht kein Zweifel", bekannte Becker im Gespräch offen und ließ damit auch keinen Zweifel daran, wer am Zerbrechen der Ehe die Schuld trug. Auf die Scheidung folgte ein öffentlicher Rosenkrieg, doch Becker habe nach eigenen Angaben mit der Vergangenheit abgeschlossen. Im Interview ließ er auch durchblicken, dass die Trennung nicht ohne Spannungen verlief. "Wir haben das hinter uns gelassen. Nach unserer Scheidung gab es ein paar Szenen. Aber es ist schon so lange her", sagte der 58-Jährige.
Trotzdem scheint Becker immer noch mit gemischten Gefühlen auf die damalige Zeit zurückzublicken. Seine Ex-Frau kritisierte er im Podcast-Gespräch: "Sie hatte die Macht, weil ich der Bösewicht war. Sie hat eine ordentliche Abfindung bekommen. Und sie hat begriffen, dass niemand perfekt ist."
Eine "eng verbundene Familie"
Trotz der schwierigen Phase nach der Trennung und der kritischen Worte betonte Becker aber auch den Respekt, den er gegenüber seiner Ex-Frau hegt. "Es ist uns gelungen, eine Beziehung auf Respektbasis aufzubauen. Sie ist eine wunderbare Mutter für meine beiden ältesten Söhne. Übrigens ist sie dieses Jahr nach Mailand gezogen." Aus der Ehe gingen die Söhne Noah (32) und Elias (26) hervor.
Der Rosenkrieg sei längst vorbei, so Becker. Heute kommen alle Beteiligten wieder gut miteinander aus. "25 Jahre später betrachten wir uns trotz allem, was passiert ist, immer noch als eine eng verbundene Familie."
Becker sieht sich "als guten Vater"
Neben seiner Beziehung zu Barbara Becker sprach der ehemalige Tennisprofi auch über seine Rolle als Vater. Seine Söhne lebten nach der Scheidung bei ihrer Mutter in Miami, trotzdem tat Becker alles, um weiterhin präsent in ihrem Leben zu sein, erzählte er. "Ich sehe mich als guten Vater. Ich habe mich intensiv um meine beiden Ältesten gekümmert, obwohl sie damals nicht in Europa lebten, sondern nach Miami gezogen sind."
Im vergangenen Jahr kam sein fünftes Kind, Tochter Zoë Vittoria, zur Welt (just am Todestag von Beckers Mutter).
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