Der ehemalige "Charmed"-Star will mit dem Streik gegen verschärfte Abtreibungsgesetze vorgehen.

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05/13/2019

"Beschützt eure Vaginen": Alyssa Milano ruft zum Sex-Streik auf

Anlass für Milanos Protest sind verschärfte Abtreibungsgesetze im US-Bundesstaat Georgia. Feministen kritisieren die Aktion.

von Julia Parger

Der ehemalige "Charmed"-Star Alyssa Milano (46) ruft Frauen zum Sex-Streik auf. Grund dafür ist eine Verschärfung der Abtreibungsgesetze im US-Bundesstaat Georgia.

Alyssa Milano: Sex-Streik für Frauenrechte

Auf Twitter zieht eine Aktion der Schauspielerin weite Kreise. Sie ruft auf der Plattform zum #SexStrike auf. Milano möchte mit der Aktion gegen ein strengeres Abtreibungsgesetz in Georgia vorgehen, das vor Kurzem in Kraft trat.

Die neue Gesetzgebung besagt, dass keine Abtreibung mehr vorgenommen werden darf, sobald ein Herzschlag des Fötus durch einen Arzt festgestellt wird. Dies passiert etwa sechs Wochen nach der letzten Periode - und bevor viele Frauen merken, dass sie schwanger sind.

"Beschützt eure Vaginas, Ladys"

Milano, deren Serie "Insatiable" in George gedreht wurde, sah dadurch im neuen Gesetzt das Recht von Frauen, über ihren eigenen Körper zu entscheiden, in Gefahr.

"Unsere reproduktiven Rechte werden ausgelöscht. Bis Frauen die volle legale Kontrolle über ihre Körper haben können wir keine Schwangerschaften riskieren", twitterte die Schauspielerin. Sie forderte weibliche Follower weiter auf: "Schließt euch mir an: Wir werden keinen Sex haben bis wir unsere Autonomie zurückerhalten."

In einem weiteren Posting auf dem Kurznachrichtendienst ergänzt Milano: "Beschützt eure Vaginen, Ladys. Mächtige Männer wollen Gesetze für sie erlassen."

Bette Midler unterstützt Aktion

Prominente Unterstützung für ihre Protest-Aktion findet Milano bei Schauspiel-Kollegin Bette Midler (73). Diese twitterte: "Ich hoffe, dass die Frauen in Georgia keinen Sex mehr mit ihren Männern haben, bis diese Erniedrigungen rückgängig gemacht werden."

Evan Rachel Wood kritisiert Sex-Streik

"Westworld"-Darstellerin Evan Rachel Wood (31) sieht Milanos Aktion kritisch. Sie retweetete einen Post, in dem geschrieben steht: "Die Idee eines Sex-Streiks - bei dem der Mann Sex möchte und die Frau es ihm vorenthält - ist dasselbe rückschrittliche Modell von Sexualität, das republikanische Männer für die Gesetzgebung benutzen! Nein danke."

Die bekanntlich bisexuelle Schauspielerin schlägt als Alternative zum Sex-Streik vor, dass Männer sich sterilisieren lassen. Da der Eingriff rückgängig gemacht werden könne, gebe er Männern die Möglichkeit, zum passenden Zeitpunkt Kinder zu zeugen.