Schlagersängerin Melissa Naschenweng

© Kurier/Gilbert Novy

Stars Austropromis
11/11/2020

Wie man das Herz von Schlagerstar Melissa Naschenweng erobern kann

Die Schlagersängerin im Interview über Heimat, Musik und ganz große Gefühle - und was ein Traktor damit zu tun hat.

von Lisa Trompisch

Wenn sich zwei Kärntnerinnen treffen, dann wird ganz schnell von „daham“ geschwärmt. Schlagerstar Melissa Naschenweng kommt aus dem Lesachtal, trägt ihre Heimat nicht nur auf der Zunge, sondern auch im Herzen.

„Ich bin auf 1100 Meter aufgewachsen, ich bin ein Bergbauernmädel. Da ist nix erfunden, meine Texte spielen sich vor meiner Haustüre ab“, erzählt sie im KURIER-Gespräch.

Ihre ersten musikalischen Gehversuche hat die 30-Jährige mit ihrem Papa gemacht und die Liebe zum Harmonika-Spiel hat ihr Opa (mittlerweile 92) in ihr geweckt.

Bei der Puls4-Castingshow „Herz von Österreich“ bekam die sonst so fröhliche Kärntnerin 2014 aber ihren ersten Dämpfer. Jurorin Stefanie Werger (69) ging mit ihr streng ins Gericht. Von einem Nougatknöderl ohne Nougat, sprach sie da. „Und jetzt bin ich ,Stoak wie a Felsen’“, lacht Naschenweng.

„Sie hat mich damals aber wirklich so hart kritisiert, dass ich heimgefahren bin und gesagt hab’: ,Nein, jetzt hör’ ich auf, jetzt lass’ ich es.’ Das war wirklich ein harter Schlag, aber das hat mich dann noch härter gemacht. Ich hab dann richtig angefangen zu kämpfen. Und sollte ich jemals in der Stadthalle Wien spielen, dann lade ich die Steffi natürlich herzlich ein und es gibt dann auch Nougatknöderl mit Füllung“, so die Sängerin, die mittlerweile Goldene Schallplatten und einen „Amadeus Award“ vorweisen kann.

Warum sie so gerne Pink trägt und wie sie mit dem derzeitigen Auftrittsverbot umgeht, sehen Sie hier:

Vom Kämpfen handelt auch ein Lied auf ihrem neuen Album „LederHosenRock“, welches ihr bis dato persönlichstes ist. „Der Song ,Kämpferin’ ist speziell für all meine Kritiker, die mir immer wieder Steinchen in den Weg gelegt haben. Aber ich hab’ mittlerweile was Schönes draus gebaut. Das muss jetzt nicht Musik sein, aber es zahlt sich aus zu kämpfen. Man muss dranbleiben, man muss immer wieder aufstehen. Es gibt ja das alte Sprichwort: Wer kämpft, kann verlieren, und wer nicht kämpft, der hat schon verloren. Das ist auch mein Motto. Es hat sich auch bei mir bewiesen, dass sich ein Kampf auszahlt. Und früher oder später wird es belohnt. Da bin ich mir zu hundert Prozent sicher.“

Und natürlich besingt sie auch die Liebe – und die Schattenseiten davon, die großen Gefühle, die manchmal aber auch richtig wehtun können.

„Rosarot ist maximal die Ziehharmonika und die Lederhose oder das Bergbauernkleid, aber nicht meine Welt. Bodenständig und ehrlich, das war mir von Anfang an wichtig“, sagt sie über ihre persönlichen Texte.

Und, sie verrät da auch ihre besonderen musikalischen Vorlieben, die mit einem Traktor zu tun haben. „Ja, also der Schlüssel zum Herzen ist nicht der GTI oder der Porsche Cayenne, sondern der Traktorführerschein. Und es schadet natürlich auch nicht, wenn der Mann, der dann am Traktor sitzt, auch ganz viel Gefühl hat. Ich hab’ keinen Schein, also brauch’ ich jemanden, der dann fahren darf“, lacht sie.

Einen nicht ganz ernst gemeinten Italienisch-Schnellsiedekurs gibt’s mit dem Lied „Difigiano“ (versuchen Sie das einmal auf Deutsch auszusprechen) auch noch oben drauf.

Ein Leben in der Großstadt könnte sich Naschenweng übrigens nicht vorstellen. Hat sie kurz mal versucht, als sie in Graz ihr Studium Jus „erfolgreich abgebrochen“ hat.

„Die Heimat gibt mir so viel Kraft, und da kommen so viele Ideen für die ganzen Songs. Ich weiß, woher ich komme, und ich bin wahnsinnig gern daheim und kann mir nicht vorstellen, dass ich mein Lesachtal mal verlasse.“

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