Geisterjäger Wilhlem Gabler

© Kurier/Gerhard Deutsch

Herrlich ehrlich
10/30/2021

Gruselig: Was man als Geisterjäger so alles erlebt

Der Wiener Geisterjäger Wilhelm Gabler über seine schaurige Berufung und ob es Geister wirklich gibt.

von Lisa Trompisch

Unerklärliche Geräusche, Türen, die einfach so zufallen, oder ein kalter Luftzug, obwohl gar kein Fenster offen ist – wer das oder Ähnliches schon erlebt hat, hatte es wahrscheinlich mit einem Geist zu tun – zumindest, wenn man an so etwas glauben mag.

Und während es anderen den kalten Angstschweiß auf die Stirn treibt, wird er erst richtig warm – Wilhelm Gabler, der seit 2001 mit seinem Verein „Vienna Ghosthunters“ auf die Jagd nach paranormalen Phänomenen geht.

„Das hat bei mir sehr früh begonnen. Ich habe mich schon als Kind immer stark am Monster unterm Bett orientiert und immer schön brav einen Fuß aus der Bettdecke hängen lassen. Es ist leider nur nie etwas passiert, aber ich hatte immer schon Ambitionen zu dem ganzen Unbekannten und Nicht-Erklärbaren“, erzählt er in der Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“.

Das ganze Interview:

Doch mit Hokuspokus kann er nicht viel anfangen. Sein Credo: 98 % sind wissenschaftlich erklärbar, nur 2 % eben nicht.

„Ich muss sagen, ich habe sehr viel erlebt in den letzten 21 Jahren und jedes Phänomen, sei es auch noch so klein, hat seine besondere Beachtung verdient“, erzählt er und beantwortet damit auch gleich die essenziellste Frage – ja, es gibt Geister.

Wirklich erschrecken kann ihn aber nichts mehr.

Am „Friedhof der Namenlosen“ in Wien-Simmering hatte er seine erste Begegnung der übernatürlichen Art. Auf Bildern hat er eine Art dubiosen Nebel festhalten können, in dem bei näherer Betrachtung ein Gesicht zu sehen war.

„Einige Jahre später, da hatte ich dann auch schon Kontakt zur Universität Wien und habe das Bild mit dem Originalbild des Friedhofsgründers hingeschickt und biometrisch ausmessen lassen. Und siehe da, ich hab tatsächlich den alten Friedhofsgründer in Form eines Geistes erwischt.“

Auch Privatpersonen können die Geisterjäger rufen, Geld nehmen sie dafür aber nicht. Der Verein wird nur durch Spenden finanziert.

Und gerade bei Privathaushalten ist Gabler wichtig, nicht zu beweisen, dass es spukt, sondern zu versuchen, die Phänomene wissenschaftlich zu erklären.

„Würde ich dem Betroffenen bestätigen, dass es bei ihm spukt, fühlt er sich unwohler, was bis zum Auszug führen kann, und das ist nicht Ziel unserer Tätigkeit. Ziel ist, dass sich die Person zu Hause wieder wohlfühlt, gerne zu Hause wohnt und man so ein sicheres Umfeld schafft. Und so versuchen wir, der Frage auf den Grund zu gehen, weshalb nimmt diese Person den Spuk wahr. Was ist passiert? Hat das bauliche Ursachen oder hat das psychische Ursachen?“, erklärt er.

Energien in irgendein Licht zu komplimentieren, wie man es gerne vor allem in Film und im Fernsehen sieht, funktioniert laut Gabler nicht. „Ich bin nicht der Meinung, dass ein Lebender wirklich die Fähigkeit hat, Energien irgendwohin zu schicken.“

Mit welchem Equipment er auf die Jagd geht, wie man Mitglied in seinem Verein wird und was ein rotes Bobby-Car mit einem seiner gruseligsten Momente zu tun hat, sehen Sie im Video oben.

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