Action-Legende Steven Seagal nächtigt im Hotel Imperial

© Kurier / Gilbert Novy

Stars Austropromis
11/22/2019

Steven Seagal: "Es ist hart, sich selbst zu sehen"

Kampfsport-Ikone Steven Seagal in Wien für Shaolin und Comic Con gelandet. Der KURIER traf ihn zum Interview.

von Stefanie Weichselbaum, Dieter Chmelar

Die Wurzeln von Steven Frederic Seagal (67) sind quer über den Erdball verstreut: Der in Lansing (Michigan/USA) geborene Kampfsportheld (begann mit sieben seine Ausbildung) des Kinos hat russisch-jüdische, englische, deutsche, irische und holländische Vorfahren. Seit Januar 2016 hat er eine serbische, seit November desselben Jahres auch eine russische Staatsbürgerschaft – den Pass überreichte ihm Wladimir Putin persönlich.

Beide maskulinen Alpha-Exemplare stehen bis heute in engem Kontakt. "Putin hat mir das Vertrauen geschenkt, in diplomatischen Angelegenheiten rund um die Welt zu arbeiten. Ich fühle mich sehr geehrt und aufgeregt." Der Schauspieler soll den Präsidenten sogar privat trainieren.

Zuletzt war Seagal (Aikido 7.Dan), der am Wochenende (23. und 24. 11.) die „VIECC Vienna Comic Con“ krönt und heute Freitag aus Anlass der 25-Jahre-Jubiläumstournee der Mönche des „Shaolin Kung Fu“ zum Pressegespräch im Shaolin Wushu Center angesagt ist, auch im Fokus der #metoo-Debatte. Mehrere Frauen erhoben Vorwürfe gegen ihn.

Der 1,93-m-Brocken ist Buddhist, spricht fließend Japanisch. 15 Jahre lang – bis 1988 – hatte Seagal als erster Nicht-Asiate in Osaka ein Dojo (Kampfsportschule für Kendo, Judo und Karate) geführt. „Ich möchte noch viele weitere Filme machen, rund um die Welt Kampfkunst lehren, Vater und Ehemann sein“, so der Action-Star im KURIER-Interview.

Wenn es um Stunts geht, wählt er aber schon sehr genau aus, was er selbst macht und wo er sich dann doch lieber doubeln lässt. "Für gewöhnlich haben die Stunts, die ich mache mit Kampf zu tun: Messerkampf, Kampf mit Fäusten, Händen, Füßen, Pistolen. Ich springe nicht mehr von Gebäuden oder laufe durch Glasfenster."

Seine eigenen Filme schaut er sich aber nicht so gerne an. „Es ist hart, sich selbst zu sehen“, lacht er. In Wien freut er sich besonders auf den persönlichen Kontakt mit seinen Bewunderen. „Das Beste an der Comic Con ist, dass man die Möglichkeit hat, seine Fans zu erreichen, ihre Hände zu schütteln, sie glücklich zu machen.“ In der Hauptstadt war er schon "viele Male" und mag besonders "die Leute".