Thomas Schäfer-Elmayer

© APA/GEORG HOCHMUTH

Stars Austropromis
05/27/2020

So liefen die ersten Tage in den Tanzschulen Elmayer, Rueff und Svabek

Man darf wieder bitten: Die Tanzschulbesitzer erzählen von großer Freude, leicht verschreckten Kunden und massiven Herausforderungen.

von Lisa Trompisch, Stefanie Weichselbaum

Ich war schon den Tränen sehr nahe, als ich die Leute wieder im Tanzsaal gesehen habe. Das war schon sehr emotional“, sagt Roman Svabek über den Moment als er seine Tanzschule das erste Mal nach dem Lockdown wieder betrat. Seit 15. Mai darf in Österreich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder getanzt werden. „Im ersten Modus sind natürlich auch einige verschreckt durch die Maskenpflicht etc.“, so Svabek gegenüber dem KURIER.

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Auch Tanzschulbesitzerin Yvonne Rueff sieht eine große Verunsicherung bei ihren Kunden: „Es kommt halt noch nicht so wirklich Stimmung auf. Die Leute wissen noch nicht, was sie dürfen und was nicht.“

Dennoch freuen sich die Kursteilnehmer, endlich wieder das Tanzbein schwingen zu dürfen. „Die Vorschriften sind für unser Team und unsere Kunden ungewohnt, sowie sehr aufwendig, aber strikt einzuhalten. Trotzdem ist die offensichtliche Freude auf allen Seiten groß darüber, dass die zweimonatige Sperre aufgehoben ist“, so Thomas Schäfer-Elmayer.

Apropos Vorschriften: Diese sind in der Tat sehr strikt. So dürfen etwa Paartanzkurse nur von Personen besucht werden, die im gleichen Haushalt leben, beim Betreten der Tanzschule muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, ausreichend Desinfektionsflüssigkeit muss zur Verfügung stehen und die Kursteilnehmerzahl wurde drastisch verringert, um nur einige Regeln zu nennen.

Da durch diese Maßnahmen nur ein stark eingeschränkter Betrieb möglich ist, hofft Yvonne Rueff auf eine baldige Besserung. „Wir haben es uns durchgerechnet. Spätestens ab Herbst bräuchten wir wieder den Normalbetrieb. Dann würde auch wieder die Hauptsaison starten, wo wir auch Leute bräuchten, die einzeln kommen. Wenn wir die nicht haben, wüssten wir nicht, wie wir das machen sollen.“

Auch die kommende Ballsaison könnte von der Krise stark gebeutelt werden. Der „Dancer against Cancer“-Ball in Baden findet ja schon im November statt. „Wir planen ihn jetzt gerade mit sehr viel Bauchweh. Es muss aber auf jeden Fall die Lockerung kommen, dass die Leute nicht mehr sitzen müssen. Sonst kann die Ballsaison nicht durchgeführt werden“, so Organisatorin Yvonne Rueff. Roman Svabek plädiert darauf „neue Wege für Bälle oder Veranstaltungen zu finden. Denn die Chance ist gut, dass man etwas Neues entdeckt.“

Alternative Wege müssen nun auch in Fragen der Etikette gefunden werden. „Der wichtigste Tipp ist, dass man trotzdem Kontakt hält, auch wenn man die Distanz wahrt“, so Svabek. Und Benimm-Papst Thomas Schäfer-Elmayer meint, dass „unsere Grußrituale aus Gründen der Hygiene eventuell langfristig unkorrekt bleiben könnten. Noch habe ich den Eindruck, dass von sehr vielen das Bussi Bussi, die freundschaftliche Umarmung, der Händedruck sehr vermisst wird und dieser Entzug zu einem Comeback führen könnte.“

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