Andreas Steppan hat ein Buch geschrieben

© Kurier/Franz Gruber

Herrlich ehrlich
09/26/2021

"Selfman" Andreas Steppan wird auf der Straße immer noch erkannt

Der Schauspieler über Neugier, Dummheit und sein neues Projekt. Ein Kinderbuch, inspiriert von seiner Enkelin.

von Lisa Trompisch

"Großer Wert und kleiner Preis" – wenn der Satz aus den TV-Lautsprechern tönte, wusste man sofort, es ist wieder Selfman-Zeit, der österreichische Heimwerker-König zeigt seine Tipps und Tricks. Von 1991 bis 2001, inklusive kurzem Revival 2009, wurde dieser von Schauspieler Andreas Steppan (62) verkörpert, der noch heute auf der Straße erkannt wird, wie er in der SchauTV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“ erzählt.

„Es gibt viele, die in einem Alter sind, wo sie damals noch Kinder waren und die mir dann sagen: Bis zum ,Selfman‘ durfte ich noch aufbleiben. Das hatte bei der Generation schon Kultstatus“, erzählt er lachend.

Bett für die Tochter

Er ist auch im wahren Leben handwerklich sehr geschickt. „Während dieser Serie habe ich so viele Kniffe und Tricks von den Fachleuten gelernt und mir abgeschaut, dass ich jetzt schon sage: Ich mache gerne eigene Projekte. Ich bastle gerne.“ Jetzt gerade ist ein Balkenbett in Arbeit – als Hochzeitsgeschenk für seine Tochter.

Oh, eine Pinne

Und apropos neues Projekt – der Schauspieler hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Anke das herzige Kinderbuch „Pinne, Necke, Torch – oder wie Steffi das SCH lernte“ (Vermes Verlag; 14,95 Euro) herausgebracht. Inspiriert von der damals 3-jährigen Enkelin Mia, die im Garten einen achtbeinigen Krabbler entdeckte und freudig ausrief: „Oh, eine Pinne“.

Das ganze Interview:

„Und da war die Idee geboren. Sie konnte zu dem Zeitpunkt noch kein ,Sch‘ sagen und das haben wir dann ein bisserl ausgedehnt auf Pinne, Necke, Torch, also Spinne, Schnecke, Storch. Wir hatten vor Corona viel zu tun. Mit dem Projekt sind wir schon lange schwanger gegangen und dann haben wir es einfach geschrieben.“ Ein weiterer Teil soll auch noch folgen, verrät der Mime, der übrigens 1978 aus dem Max-Reinhardt-Seminar geflogen ist.

Man musste sich auf eine bestimmte Prüfung mit einem einzelnen Lehrer vorbereiten, nur mit dem hat er sich nicht wirklich verstanden. Er schwänzte den Unterricht, der Rest ist Geschichte.

„Aber es gab auch nette Lehrer, wie zum Beispiel die Susi Nicoletti (2005), die zu mir gesagt hat: ,Talent setzt sich durch.‘ Das war ganz reizend“, erinnert er sich.

Wie recht sie damit hatte, denn mittlerweile singt, schreibt und spielt das Multitalent, den vor allem die Neugier antreibt, wie er erzählt.

„Am liebsten würde ich jetzt noch studieren. Ich muss leider Geld verdienen, damit ich mir dann das Studium leisten könnte, aber ich bin wahnsinnig neugierig. Aber nicht neugierig im Sinne von Tratsch, sondern Wissen. Ich schaue wahnsinnig viele Dokus, sehr zum Leidwesen meiner Frau, glaube ich.“

Die größte Gefahr

Dummheit ist übrigens das Schlimmste für ihn. „Und in Zeiten wie diesen haben sich sehr viele Menschen, Institutionen, Ämter, Behörden sehr decouvriert und bloßgestellt. Man wusste es vorher schon, aber jetzt hat man es so richtig gesehen und gespürt vor allem. Dummheit ist die größte Gefahr und das, was uns am meisten aufregt.“

Aufregen könnte er sich auch ein bisserl, wenn er an den jungen Steppan zurückdenkt. „Ich schüttle über mein jüngeres Selbst immer öfter den Kopf“, meint er lachend.

Ob Andreas Steppan ein politischer Mensch ist, was er seinem jüngeren Ich gerne sagen würde und ob er lieber vor der Kamera oder auf der Bühne steht, das sehen Sie im Video oben.

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