Preisträger Simon Verhoeven

© KURIER/Romar Ferry

Stars Austropromis
06/13/2020

ROMY 2020: K(l)eine Gala, aber große Gefühle

Im intimen Rahmen wurden die begehrten Trophäen an die Gewinner übergeben.

von Lisa Trompisch

Heuer war alles anders – das Coronavirus machte der edlen KURIER-ROMY-Gala in der Wiener Hofburg leider einen fetten Strich durch die Rechnung. Auf ihre Trophäen mussten die Gewinner aber trotzdem nicht verzichten, diese wurden nämlich jetzt im intimen Rahmen im Wiener Grand Hotel von ROMY-Erfinder Rudi John übergeben. Und da spielten sich die ganz großen Gefühle ab.

Auf los geht's los

Grand-Hotel-Geschäftsführer Horst Mayer, ROMY-Erfinder Rudolf John und KURIER-Geschäftsführer Thomas Kralinger sind bereit für die Übergabe der goldenen Statuetten

Andreas Moravec gewinnt in der Kategorie Show/Unterhaltung

Der Moderator bekommt von Rudolf John eine Anstecknadel

und natürlich die begehrte ROMY

Bester TV-Film

Josef Aichholzer bekam die ROMY für "Spuren des Bösen: Sehnsucht"

Beste Bildgestaltung TV-Fiction

Lena Koope konnte beim "Landkrimi: Das letzte Problem" überzeugen

Bestes Buch TV-Fiction

Für "Balanceakt" konnte Agnes Pluch eine goldene Statue ergattern

Rudolf John übergibt die ROMY an Agnes Pluch

Corona-Gruß mit Tobias Pötzelsberger

und eine ROMY in der Kategorie "Information"

Beste Produktion TV-Fiction

Heinrich Ambrosch, Marvin Kren und Moritz Polter wurden für "Freud"

Marvin Kren, Heinrich Ambrosch und Moritz Polter halten den Sicherheitsabstand vorbildlich ein

Bester Nachwuchs weiblich

Noelia Chirazi ist erst 18 Jahre alt und schon stolze ROMY-Besitzerin

Beliebtester Schauspieler Serie/Reihe

Und da darf auch einmal angestoßen werden

Marvin Kren beim Fachsimpeln mit Rudolf John

Beste Produktion Kinofilm/Beste Kino-Doku

Tizza Covi und Rainer Frimmel bekamen die ROMY für "Aufzeichnungen aus der Unterwelt"

Beste TV-Doku

Alexandra Wieser und Lisa Gadenstätter konnten mit ihrer Doku "Nie zu spät - Die Träume der Hundertjährigen" überzeugen

ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner

Beste Regie TV-Fiction

Catalina Molina konnte für den "Landkrimi: Das dunkle Paradies" eine ROMY abstauben

Beste Bildgestaltung Kinofilm

Eva Testor und Judith Benedikt gaben Einblicke hinter die Kulissen der Wiener Staatsoper und bekamen dafür eine ROMY

Bestes Buch Kinofilm

Simon Verhoeven konnte mit "Nightlife" punkten

Bester Kinofilm

David Bohun, Lixi Frank, Andi G. Hess und Sandra Wollner lieferten mit "The trouble of being born" den besten Kinofilm des Jahres

ROMY International

Oliver Auspitz und Andreas Kamm freuten sich über eine ROMY für "Vienna Blood"

Beste Programmidee

Martin Gastinger holte die ROMY für die Servus-TV-Produktion "Die Nachfolger - Mein Betrieb ist dein Betrieb ab

Besonders berührend war die Übergabe einer ROMY an Drehbuchautorin Agnes Pluch, deren Vater Thomas Pluch 1992 sieben Minuten, nachdem er seine ROMY für das beste Drehbuch erhalten hatte, einem Hirnschlag erlag.

„Das ist natürlich etwas, was die ROMY ganz besonders macht für mich, weil das so viel mit meinem Vater zu tun hat. Ich war ja damals mit ihm bei der Verleihung. Irgendwie war es ein tröstlicher Gedanke, er stirbt in dem großen Moment, wo er einen Preis bekommt und sich freut und einen großen Auftritt hat“, erzählt sie.

Große Freude über seine ROMY für die Serie „Freud“ kam auch bei Regisseur Marvin Kren auf, der seine Preise in eine Vitrine stellt, „damit meine Tochter (Anmerk: die kleine Florrie Paloma kam im Dezember 2018 zur Welt) sieht, was der Papa so macht“. Als Nächstes möchte er sich übrigens an Komödien wagen. „Ich arbeite an zwei sehr, sehr witzigen Stoffen“,grinst er.

Wo seine ROMY schlussendlich ihre Heimat finden wird, da muss sich ZiB-Anchor Tobias Pötzelsberger noch entscheiden. Das wird ein Match zwischen Wien und Salzburg, wie er verrät.

„Die ROMY ist ein ganz besonderer Preis für mich, denn ich bin auch Österreicher. Meine Mutter (Anmerk.: Senta Berger) und meine Oma kommen aus Wien und ich bin als Kind hier aufgewachsen und fühle mich daher Österreich sehr nah“, freut sich auch Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven. Die Trophäe kommt dann „in meinen Angeberschrank“.