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Oper Burg Gars: „Madama Butterfly“-Premiere wird zum Tenor-Krimi

Intendant Clemens Unterreiner musste schnell reagieren, um die Vorstellung zu retten.
Mann im schwarzen Anzug posiert vor einer Freilichtbühne in einer Ruine.

Traumhaftes Wetter und eine traumhafte Kulisse – mit Giacomo Puccinis Meisterwerk „Madama Butterfly“ feierte die Oper Burg Gars ausverkaufte Premiere.

„Pinkerton“ Vitaliy Kovalchuk plagte aber eine schwere, akute Allergie und so musste er nach dem ersten Akt stimmlich leider aufgeben. 

Intendant Clemens Unterreiner regierte schnell und ließ den argentinischen Tenor Gabriel Arc, den Unterreiner im Zuge seines neuen Doppelbesetzungskonzepts nach Gars geholt hatte, rasch vom Hotel quasi direkt auf die Bühne bringen. Und so konnte die Vorstellung gerettet werden.

„Es ist natürlich der absolute Supergau, wenn bei einer Premiere ein Hauptdarsteller ausfällt. Aber Gott sei Dank habe ich in Gars eine Doppelbesetzung eingeführt, und genau dieses Konzept hat uns heute Abend gerettet“, so der Intendant nach dem tosenden Schlussapplaus sichtlich erleichtert. 

Die Gäste:

Schauspieler Aaron Karl

Schauspieler Aaron Karl 

Erich Furrer und Gabriela Benesch

Erich Furrer und Gabriela Benesch

Norbert Blecha, Onka Takats und Wolfgang Fischer

Norbert Blecha, Onka Takats und Wolfgang Fischer

Othmar Karas mit Ehefrau

Othmar Karas (Forum Alpbach) mit Ehefrau Christa

Ingrid Turković-Wendl mit Ehemann Milan Turković

Ingrid Turković-Wendl mit Ehemann Milan Turković

Konstanze Breitebner mit Thomas Schäfer-Elmayer

Konstanze Breitebner mit Thomas Schäfer-Elmayer

„Als Kollege leide ich in so einem Moment vollkommen mit. Kein Sänger möchte jemals ausfallen, erst recht nicht bei einer Premiere. Ich habe vollstes Verständnis für Vitaliy und danke und gratuliere ihm zu seinem unglaublichen, tapferen Kampf im ersten Akt. Aber die Gesundheit und die Stimme gehen immer vor. Deshalb haben wir gemeinsam entschieden, dass er sich schont. Dass Gabriel Arce dann in Rekordzeit aus dem Hotel herbeigeeilt ist und die Vorstellung so brillant nach Hause gespielt hat, macht mich unglaublich stolz. Das war gelebtes Opern-Drama.

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