Sopranistin Mariam Battistelli

© Kurier / Gilbert Novy

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06/03/2019

Mariam Battistelli: Aida als Traumrolle

Sopranistin Mariam Battistelli singt bei der Eröffnung des Concordia-Ball am 14. Juni

von Stefanie Weichselbaum

Una Notte Italiana“ („Eine italienische Nacht“) – unter diesem Motto wird der Sommerball des Presseclub Concordia am 14. Juni im Wiener Rathaus über die Bühne gehen. Besonderes Highlight bei der Eröffnung: Die Darbietung von Sopranistin und Ensemble-Mitglied der Wiener Staatsoper, Mariam Battistelli (30). Die junge Opernsängerin passt als Italienerin perfekt zum Thema der Veranstaltung.

„Ich bin nicht zu 100 Prozent Italienerin, aber zu 98 Prozent. Ich bin in Äthiopien geboren und wurde von einer italienischen Familie adoptiert, als ich acht Monate alt war“, erzählt Battistelli dem KURIER. Ihre Wurzeln weisen ihr auch schon den Weg zu ihrer Traumrolle. „Ich werde in ‘Aida‘ singen. Noch nicht die Hauptrolle, aber das ist meine Traumrolle. Nicht nur, weil sie Äthiopierin ist und ich auch, aber ich liebe diese Oper. Aber dafür ist es noch zu früh.“

Mariam Battistelli

Apropos früh: Mariam Battistelli wusste schon in sehr jungen Jahren, welche berufliche Richtung sie einschlagen wollte. „Ich wollte immer etwas mit Musik oder Sport machen.“ Dass sich die talentierte Sopranistin dann für die Musik entschied, hat sie auch ihrer Oma zu verdanken. „Der Vater meiner Großmutter war Opernsänger, ein Bariton. Sie hatte immer diese Erinnerungen in ihrem Kopf und auch in ihrem Körper. Sie bewegte sich so toll und ich war von ihr immer verzaubert. Sie gab ihre Leidenschaft für Musik an mich weiter.“

Übrigens auch die Passion für klassischen Gesang: „Ich sang Gospel bevor ich damit begann, Opern zu singen. Ich mag Beyoncé und Whitney Houston ( 2012) auch sehr gerne oder R&B und Hip Hop – das ist großartig. Aber die Leidenschaft, die mir meine Großmutter weitergab, war größer und stärker.“

Mariam Battistelli

Dennoch begann Battistelli zuerst, Flöte am Konservatorium zu studieren. Ihre Begeisterung galt aber immer dem Gesang. „Ich musste nur warten, bis ich alt genug war. Man kann nicht von Anfang an Oper singen, weil sich die Stimme erst entwickeln muss.“ Ihr Weg führte sie dann im Jänner 2018 an die Wiener Staatsoper, wo sie seither Ensemble-Mitglied ist. Ein Tipp für angehende Opernsänger? „Nicht aufgeben!“