Ballerina Natascha Mair

© Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Stars | Austropromis
01/11/2019

Ein Solo für Natascha - der Alltag einer Primaballerina

Beruf und Berufung: Die junge, talentierte Wienerin Natascha Mair über ihr Leben als Balletttänzerin.

Anmut auf zwei Beinen – bereits mit zarten fünf hat Natascha Mair begonnen zu tanzen. Damals nur als Hobby, eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. „Doch umso älter ich wurde, umso mehr wurde es mein Traum, Ballerina zu werden.“

Jetzt, mit 23, wurde sie zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt! „Ich fühle mich sehr geehrt, erste Solotänzerin zu sein. Es bedeutet, dass ich jetzt nur mehr große Rollen tanzen darf und mich meistens auch voll auf diese konzentrieren kann. Bei meiner Ernennung war ich sehr überwältigt und konnte es erst überhaupt nicht begreifen. Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich es verstanden habe, aber es fühlt sich bis heute nicht 100 Prozent real an“, so die Grazie, deren Traumrolle die Julia in „Romeo und Julia“ ist.

So traumhaft das alles klingt, der Alltag einer Primaballerina ist dann doch sehr real. Um 10 Uhr beginnt das klassische Training, von 11.35 Uhr bis 17.30 Uhr stehen meist Proben an – mit einer 40 minütigen Mittagspause. Wenn am Abend Vorstellung ist, haben die Tänzer ab ungefähr 14 Uhr frei. Viel Zeit fürs Privatleben bleibt da nicht, die sie dann aber am liebsten mit Freunden und Familie verbringt.

Seit vier Jahren an ihrer Seite Tänzer und Model Tristan Ridel.

Und obwohl noch so viel vor einem liegt, macht man sich natürlich auch Gedanken ums Danach. „Manchmal, ja. Oft interessiere ich mich für Physiotherapie oder andere mit Ballett verbundene Berufe. Aber ich habe hoffentlich noch etwas Zeit, bis ich mich für etwas nach meiner Karriere entscheide.“ Passend zu Nataschas Lebensmotto „Immer positiv bleiben!“

Ab 27. Jänner ist sie in der Partie der Swanilda in „Coppélia“ an der Volksoper zu sehen.