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Stars Austropromis
11/02/2020

Das Märchen des Mechanikers: Schlagerstar Andy Borg ist 60

Zu seinem 60er singt der normalste Schlagersänger der Welt Andy Borg "Es war einmal".

von Dieter Chmelar

Er misst nur 1,60 m, ist aber einer der ganz Großen seines Fachs. Pummelig und bodenständig zieht er eine eindrucksvoll schlanke Bilanz: Der Wiener Barde Andy Borg (eigentlich Adolf Meyer) wird am 2. November 60. Einer der Normalsten der Schlagerwelt ist selbst ein Schlager.

KURIER: Gratulation zum runden Jubiläum! Deine Zwischenbilanz als Künstler wie als Mensch?

Andy Borg: Ich befinde mich gerade in der Zugabe. Privat bin ich auf meine wunderbare Familie stolz und beruflich auf mein unglaubliches Publikum. Es hat mich auch durch schwere Zeiten getragen. Ich bin ein Glückspilz.

Vom Mechaniker zum Schlagerstar – fehlt da noch irgendwas?

Eigentlich ist es bei mir eher umgekehrt. Ich war Mechaniker, hatte in meiner Freizeit Spaß mit musikalischen Auftritten und räume jetzt daheim den Geschirrspüler aus, wenn ich mit meiner Birgit (2. Ehefrau und Managerin seit 1999) unser Zuhause (bei Passau) genieße. Tatsächlich habe ich vor 40 Jahren einen ganz normalen Beruf gelernt. Dann kam auf einmal der Hit „Adios Amor“. Manchmal kann ich es noch immer nicht glauben – es ist wie ein Märchen.

Wer sind die wichtigsten Menschen deines Lebens – dein Entdecker Kurt Feltz, deine Frau?

Kurt Feltz unbedingt (der Hitproduzent starb 1982 bei einem Schwimmunfall in Mallorca). Wir haben uns noch gemeinsam über Platz 1 mit „Adios Amor“ gefreut. Und meine Frau ist, seit wir beisammen sind, meine Nummer 1.

Welches ist ihr liebstes Lied?

Gerade ist „Lass mi net untergeh’n“ ihr Favorit, aber zum Glück hat sie nicht nur eines. Das wechselt – und das ist gut so. Ich versuche, jeden Tag ihr Märchenprinz zu sein. Wenn sie was auszusetzen hat an mir, dann ist es meine notorische Unpünktlichkeit ....

Hattest du als Einsteiger Idole?

Nein, weder vorher noch seitdem. Es waren Lieder, die mich begeistert haben – und die Interpretinnen und Interpreten dahinter durfte ich alle kennenlernen.

Wie tief sitzt der Stachel, dass man dich 2015 nach neun Jahren als Musikantenstadl-Präsentator aus heiterem Himmel absägte?

Zum Erwachsenenleben und im Berufsalltag gehört Veränderung dazu und ist unser Begleiter. Auch die nicht so schönen Ereignisse fügen sich am Ende ins Bild, Als ich zum letzten Mal den „Musikantenstadl“ moderiert habe, tat das schon weh. Schließlich ging damals eine Ära zu Ende. Doch als sich diese Türe schloss, öffnete sich eine andere. Heute moderiere ich mit Leidenschaft meine Musik-Show „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ im SWR. Und ich bin froh, dass der ORF bei der Sendung vom 07. 11. dabei ist.

Warum heißt dein neues Album „Es war einmal“?

Weil Schlager ja Märchen mit Musik sind und weil das Leben die schönsten Geschichten schreibt ... Es gibt für jeden Menschen und jede Stimmung die passende Musik! Und natürlich auch das passende Märchen über Liebe, Gut und Böse, Irrungen und Wirrungen.

Was ist das typisch Wienerische, das dir in der DNA geblieben ist?

Der Schmäh, das Gemütliche und alles was damit verbunden ist. Vor allem natürlich auch die Familie in Floridsdorf. Ich habe meine Wurzeln nie verleugnet.

Welche Art von Luxus hast du dir erfüllt? Jacht, Jet, eigene Insel?

Gesundheit bekommt man geschenkt und der größte motorisierte Luxus, den ich mir erlaube, ist mein Aufsitzrasenmäher.

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