Dancing-Stars-Juror Dirk Heidemann

© Kurier/Philipp Hutter

Herrlich ehrlich
07/03/2021

Dancing-Stars-Juror Dirk Heidemann spricht über Depressionen und seine Schönheits-OP

Ob Heidemann im Herbst bei "Dancing Stars" wieder als Juror mit dabei ist, ist noch nicht fix.

von Lisa Trompisch

Die Haare dunkler, das Gesicht glatter, die Augen funkeln wieder – „Dancing Stars“-Juror Dirk Heidemann hat sich zu seinem 60er eine „Rekonstruktion“ gegönnt, wie er es selber ironisch nennt.

„Die Gesellschaft für Denkmalpflege in Deutschland rekonstruiert ja derzeit das Berliner Stadtschloss und da haben die gesagt: Da machen wir erst mal den Heidemann, der ist billiger und dann machen wir mit dem Schloss weiter“, kann er in der Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“ (jeden Sonntag um 16:45 Uhr auf SchauTV) wieder lachen.

Die chirurgische Verjüngungskur (das Gesicht wurde vertikal gestrafft) habe auch mitgeholfen, seine Depressionen zu überstehen, erzählt er. Die Coronazeit hat ihn nämlich extrem mitgenommen, er kam mit der plötzlichen Einsamkeit gar nicht zurecht.

Das ganze Interview:

Aber auch schon sein Jury-Einsatz für die beliebte ORF-Show ist ihm schwergefallen. „Ich saß da, die Musik ging los und ich habe funktioniert. Und wie dann Schluss war, ist mir das Gesicht runtergefallen. Vor allem die letzte Sendung war der reine Horror für mich, ich weiß bis heute nicht, wie ich das durchgehalten habe. Ich bin dann einfach wieder in die Wohnung, Tür zu, Affe tot.“ Zu viel Wein und zu viele Zigaretten taten außerdem ihr Übriges dazu.

Zurück in Berlin diagnostizierte ein Arzt beim ehemaligen Turniertänzer Depressionen, es wurden ihm dann auch Medikamente verschrieben. Mittlerweile geht es ihm wieder besser, auch von seinem Schlaganfall, den er im Juli 2019 erlitt, hat er sich wieder vollständig erholt.

„Meine Werte sind gut, hier oben im Kopf ist alles gut und Laufen ist auch ok. Was soll ich sagen? Der liebe Gott hat noch einmal ein Auge zugedrückt.“

Jetzt wäre er auch wieder bereit für eine neue Staffel „Dancing Stars“, nur: der ORF hat sich noch nicht bei ihm gemeldet, wie er erzählt. „Wirtschaftlich ist das für mich ein amüsantes Hobby. Ich mache es sehr gerne, aber ich muss es jetzt dann langsam einmal wissen.“ Ansonsten geht es für ihn beruflich im Herbst nach Taiwan, Kanada und Russland.

An einem Buch über sein turbulentes Leben arbeitet der gebürtige Berliner auch noch. „Von Kindheit an, über die Formung meiner Persönlichkeit, über die erste Diva, die ich kennengelernt habe, die mich auch sehr geprägt hat, ein bisschen über den Tanzsport und auch über die so leichte, kleine Korruptionen darin. Da werden die Namen aber dann geändert“, verrät er.

„Mit meiner Persönlichkeit hatte ich in den 1970ern große Probleme im Tanzsport – und dann auf einmal war es modern. Rainbow war modern und alle Weltmeister waren schwul. Und dann kam die Wende.“

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