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Stars Austropromis
09/08/2019

Corinna Milborn neu gestylt: kurz und knackig

Milborn „neugeboren“: Die Puls24-Moderatorin talkt heute Abend in schnittigem Look.

Als wäre der Wahlkampf 2019 nicht schon haarsträubend genug, erleben wir heute Abend (Puls24, 20.15 mit Pamela Rendi-Wagner, danach mit Beate Meinl-Reisinger, am Montag mit Norbert Hofer ge-gen Meinl-Reisinger bzw. gegen Werner Kogler) auch noch eine „komplett neu gestylte“ Moderatorin: Corinna Milborn (46), die kompetente, kühle und kluge Leiterin der „Wahlarena“ und der Duelle, präsentiert sich erstmals mit kurzem Haarschnitt. „Ich hatte die langen Strähnen satt, die ich mir immer aus dem Gesicht wischen musste“, so die gebürtige Tirolerin, die übrigens nur deshalb High Heels trägt, „um ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe zu begegnen“ – sie ist eben „nur“ 1,67 Meter groß.

Der ursprüngliche Berufswunsch Milborns war – Vorbild Antonia Rados – „Kriegsreporterin“. Der unbändige Drang „nach draußen“ trieb sie mit 18, gemeinsam mit einer Freundin, nach China, wo „damals Busse stehenblieben und die Leute ausstiegen, um unsere blonden Haare zu berühren“. Ihr erster Job im Ausland, verriet sie Datum-Redakteurin Nicola Löwenstein, war „Flyer-Verteilen für ein Schuhgeschäft in Hongkong“. Jetzt, als längst arrivierte und respektierte Journalistin, lässt sie die „ständige Zupferei an den Haarsträhnen“ während ihrer Gespräche hinter sich und zeigt sich mit kecker Kurzhaar-Frisur.

Ist es nicht beschämend – so erlaubt sich der KURIER zu fragen –, dass Kaliber wie sie an der Länge ihrer Haare gemessen werden?

Milborn: „Nein, ich arbeite eben in einem optischem Medium. Da gilt die Aufmerksamkeit des Publikums nicht nur dem Gesagten, sondern auch dem Gezeigten. Ob Armin Wolf Brille trägt oder Josef Broukal einen Bart hat, war genauso ein Thema. Das ist nicht nur auf Frauen auf dem Schirm beschränkt.“

Stichwort Mode: „Ich trage immer dieselben dunklen Hosenanzüge. Das mache ich sehr bewusst. Im Fernsehen ist es als Frau schwierig, Inhalte rüberzubringen, weil so viel übers Aussehen geredet wird. Immer dieselbe Arbeitskleidung zu tragen wie eine Uniform, ist daher Strategie.“ Redet sich’s mit Frauen im TV leichter als mir Männern? „Weiß ich nicht. Ich weiß nur eines: Es geht nicht um ich. Es geht immer um das Duell. Ich muss meine Bemerkungen in beide Richtungen gleichmäßig abschießen.“ Hat ein Politiker schon geflirtet mit ihr? Milborn: „Im Lauf der Jahre lernt man so etwas zu ignorieren.“