Chiara Pisati spricht über Fehlgeburt: "Ich dachte, ich sterbe"
Chiara Pisati und Lukas de Roode sind im Jänner Eltern geworden.
Ende Jänner ist Chiara Pisati, bekannt aus der XXXLutz-Werbung, Mutter eines Buben geworden. Jetzt erzählt sie offen, dass sie davor eine Fehlgeburt hatte. „Kaum jemand spricht über seine Fehlgeburten. Und kaum wer geht ins Detail und erzählt, wie sie abgelaufen sind. Es ist immer noch ein Tabuthema. Hinzu kommt, dass es unglaublich schmerzhaft ist, darüber zu sprechen.“
Sie wolle anderen Frauen zeigen, dass sie nicht alleine damit sind.
Sie war auf das alles nicht vorbereitet. Und nach der schmerzlichen Nachricht, dass ihr Baby nicht lebend zur Welt kommen wird, hat sie von den Ärzten „Medikamente bekommen, um Wehen einzuleiten. Bei mir ist es nicht von selbst abgegangen“ – und wurde nach Hause geschickt. „Im Grunde machst du eine Geburt durch. Allein!“
Pisati musste stundenlang große Schmerzen und starke Blutungen erleiden. „Ich wusste nicht, wie ich das veratmen soll, wie ich damit umgehen soll. Ich dachte wirklich, ich sterbe. Und das Schlimmste daran: ich war komplett allein damit. Ich finde, so etwas sollte niemals allein zu Hause passieren müssen. Das gehört in eine Klinik, mit Betreuung durch Hebammen.“
Die Blutungen hielten sogar fünf Wochen an. „Mir stand etwas bevor, womit ich nicht gerechnet habe. Etwas, wovon ich nicht wusste, dass das auch mit einer Fehlgeburt einhergehen kann: ein echtes Wochenbett.“
Und immer wieder hieß es von den Ärzten, dass das normal sei. „Aber das ist genau der Punkt: Man muss darauf vorbereitet werden. Wenn dir vorher jemand sagt, was passieren kann, ist das etwas ganz anderes. So wirst du komplett überrumpelt.“
Pisati wurde aber rasch danach wieder schwanger und machte sich die ganze Zeit Sorgen, dass wieder etwas passieren könnte.
„Eine neue Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt ist nicht einfach nur ,schön‘ oder ,heilend‘. Sie ist oft auch geprägt von Angst. Für mich ist diese Angst tatsächlich erst gegangen, als ich mein Baby gesund in den Armen gehalten habe. Erst in diesem Moment konnte ich wirklich anfangen zu heilen.“
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