Anja Kruse „flüchtete“ zum 70. Geburtstag nach Südengland
Anja Kruse
Ihren 70. Geburtstag wollte die deutsche Schauspielerin Anja Kruse nicht zu Hause in Salzburg verbringen. „Bei Geburtstagen mag ich kein Bohei“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Stattdessen verbringt sie ihren heutigen Ehrentag in England, genauer gesagt beim Opernfestival im südenglischen Glyndebourne.
Der 70er störe sie übrigens gar nicht. Der Grund dafür sei auch ihr Bekenntnis zum Buddhismus.
Sie denkt auch nicht daran, ihr Handwerk in naher Zukunft niederzulegen. „Ich habe nicht vor, aufzuhören“, sagt sie. So steht Kruse etwa im Herbst in Köln im Theater am Dom auf der Bühne. Das Theater war auch der Ort, wo Anja Kruses Karriere im Jahr 1979 mit einem Engagement an den Städtischen Bühnen Münster begann.
Ihren ersten Kinofilm drehte sie dann 1981, „Die weiße Rose“ von Michael Verhoeven. Ihre erste große Hauptrolle konnte sie dann 1984 in dem TV-Mehrteiler „Die schöne Wilhelmine“ ergattern, wofür sie auch mit einer „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet wurde.
Daraufhin folgten zahlreiche Rollen in TV-Filmen und Serien wie etwa „Das Traumschiff“, „Die Schwarzwaldklinik“ und „Der Alte“, oder auch in „Forsthaus Falkenau“.
Anja Kruse und Sascha Hehn in der "Schwarzwaldklinik" (1986).
Privat war Anja Kruse bis 1989 mit dem Operettenstar Heinz Hellberg liiert. 1995 heiratete sie dann den französischen Regisseur Jean-Louis Daniel, für den sie zuerst nach Paris und später in die Normandie zog.
Die Ehe war aber nicht von Dauer, 2008 erfolgte die Scheidung. Bis 2010 war sie dann noch mit dem österreichischen Fernsehproduzenten Norbert Blecha zusammen. Seither ist sie offiziell Single: „Ich habe große Lust, mich noch einmal zu verlieben. Aber ich bin heute mit all den Erfahrungen, die ich gemacht habe, bei Männern wählerisch“, sagte sie einmal in einem Interview mit der Zeitschrift „Bunte“.
Kommentare