Alfons Haider, Teresa Vogl, Dominique Meyer und Maria Großbauer am Opernball

© Kurier/schoendorfer karl

Stars Austropromis
12/09/2021

Opernball-Absage: Was Lugner, Großbauer, Sarata und Co. darüber denken

Wer die Absage versteht, wer weniger und wer überhaupt froh ist, sich diesmal nicht in den Frack hungern zu müssen.

von Lisa Trompisch, Stefanie Weichselbaum

Ahnen konnte man es ja bereits, offiziell wurde es aber erst jetzt – bereits zum zweiten Mal muss sich Staatsoperndirektor Bogdan Roščić keine Gedanken um den Frack machen, denn der Staatsball wurde, wie der KURIER bereits berichtete, auch für 2022 abgesagt.

Vollstes Verständnis dafür hat die langjährige, leidenschaftliche Ballgeherin, Operetten-Diva Birgit Sarata, die ja auch schon schweren Herzens ihren Zuckerbäckerball absagen musste. „Mich stört das überhaupt nicht, ich wäre ja diesmal sowieso nicht hingegangen. Es wäre verantwortungslos, sich zu amüsieren, solange es eine Coronagefahr gibt“, sagt Sarata zum KURIER.

Sein Kommentatorenkammerl missen muss auch 2022 Christoph Wagner-Trenkwitz. „Wenn der Opernball jetzt noch einmal abgesagt wird, dann kennt mich wohl bald niemand mehr“, meint er lachend.

„Ich hoffe, dass es wieder eine Ersatzsendung geben wird. Da werden wir bald die Köpfe zusammenstecken und überlegen, was wir allen Schönes bieten können. Der Opernball ist ja nicht nur für die, die dort sind, sondern auch für die, die nicht dort sind ein Highlight. Und dieses Jahr ist eben wieder einmal niemand dort.“

Wie der KURIER aus ORF-Kreisen erfuhr, ist wirklich etwas geplant, die Zuseher müssen also am 24. Februar nicht aufs Opernball-Feeling verzichten. So soll eventuell ein Quiz mit Promis und Opernballexperten angedacht werden.

„Aber, was ich auf keinen Fall machen werde: Ich werde weder zu Hause noch sonst wo mit dem Hohenlohe tanzen“, stellt Wagner-Trenkwitz grinsend klar.

Tanzen, aber diesmal halt nur im Garten, wird Malerin Maria Lahr, die schon 42 Mal den Opernball besucht hat und mit der Absage gar nicht glücklich ist. „Ich bin schockiert. Mir kommt vor, in Österreich geht die Kultur schön langsam verloren. Man hätte ja die Besucherzahl etwas dezimieren können und beim Einlass zusätzlich auch einen Testnachweis verlangen können. Tanzen macht doch glücklich.“

Baumeister Richard Lugner findet überhaupt, dass man sich mit der Absage noch etwas Zeit hätte lassen können. Er sei auch nicht glücklich darüber, dass er jetzt schon zum zweiten Mal seinen Stargast stornieren musste. „Übernächstes Jahr bin ich dann schon 90, wer weiß, ob es da überhaupt noch einen Opernball für mich gibt.“

WIENER OPERNBALL 2020: LUGNER/MUTI

Auch ORF-Moderatorin Teresa Vogl findet es sehr schade. „ Natürlich ist es schmerzlich, dass neben vielen geplanten Kultur-Veranstaltungen nun auch der Wiener Opernball Corona bedingt erneut abgesagt werden musste. Auch wenn ich mich schon sehr auf die Moderation des Balles für den ORF gefreut habe, habe ich vollstes Verständnis für diese Entscheidung. Für die Oper und für Wien ist das natürlich auch ein wirtschaftlicher Verlust. Es bleiben aber die Freude über die baldige Öffnung für den normalen Spielbetrieb nach dem Lockdown und die Hoffnung auf einen Opernball 2023.“

Verständnis hat die ehemalige Organisatorin Maria Großbauer, das Risiko wäre einfach zu hoch gewesen. Es wäre natürlich jetzt auch ein Schaden für die Wirtschaft und man hätte endlich mal wieder „dem Alltag entfliehen und in ein Märchen eintauchen“ können.

"Vor nicht allzu langer Zeit war ich noch recht optimistisch, dass es mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept möglich scheint - eine Pandemie ist eben schwer planbar. Aber auf einem Ball verweilt man nicht auf einem zugewiesenen Sitzplatz, es ist ja das Wesen eines Balls, sich zu vermischen und ausgelassen, laut zu feiern.  Es ist daher völlig richtig, eine klare Entscheidung zu treffen und den Ball abzusagen: das Risiko wäre zu hoch. Und jeder braucht auch einmal Klarheit", so Großbauer.
"So schade! Nach der Pandemie werden die Bälle ein enormes Revival erleben, davon bin ich überzeugt."

So ähnlich sieht das auch Designer Juergen Christian Hoerl, der auch findet, dass den Menschen derzeit die Unbeschwertheit sehr fehlen würde. „Sich zu treffen, zu lachen, zu feiern, das fehlt sehr. Wir sind ja soziale Wesen.“ Abgesehen, von „der Tragödie für die Designer, aber wir werden auch da irgendwie durchrudern.“

Pragmatisch sieht das Gery Keszler: „Ich muss jetzt keine 5 Kilo verlieren, um in meinen Frack zu passen.“

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