Audrey Tautou (50): Warum ihr Hollywood nie wirklich zugesagt hat
Audrey Tautou
Für die französische Schauspielerin Audrey Tautou gibt es in diesem Jahr gleich mehrere Jubiläen, die sie begeht. Einerseits feiert sie heute, Sonntag, ihren 50. Geburtstag, andererseits wird aber auch der Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ 25 Jahre alt.
Nachdem Audrey Tautou 1999 durch „Schöne Venus“ bekannt geworden war, gelang ihr als Amélie Poulain der Durchbruch. In dem verträumten Film, der im Pariser Stadtteil Montmartre spielt, verkörpert Audrey Tautou eine schüchterne junge Frau, die eine außerordentliche Beobachtungsgabe hat und dann versucht, das Leben ihrer Mitmenschen zum Positiven zu verändern.
„Es ist für mich total ok, dass die Leute mich damit identifizieren, weil der Film so speziell ist“, sagte Tautou in einem Interview für das Format „Film Discussion“.
Anhaltender Erfolg
„Noch jetzt treffe ich immer wieder Menschen, die den Film lieben und die waren vielleicht gerade einmal fünf Jahre alt, als er herausgekommen ist. Diese Menschen haben den Film erst vor ein paar Jahren angesehen. Er ist immer noch so präsent.“
Der zweite große Erfolg der Schauspielerin war „Mathilde – Eine große Liebe“ (2004). Dafür arbeitete sie erneut mit dem Regisseur Jean-Pierre Jeunet, mit dem sie auch „Die fabelhafte Welt der Amélie gedreht hat – und dann klopfte Hollywood an. An der Seite von Tom Hanks spielte sie die Polizei-Kryptografin Sophie Nevau in „The Da Vinci Code – Sakrileg“ (2006).
Kein Hollywood-Fan
Doch Audrey Tautou und Hollywood kamen nie so richtig zusammen, wie sie selbst einmal in einem Interview mit dem Magazin Radio Times sagte. „Ich bin sehr französisch. Und in Hollywood ist der Druck ganz anders. Nicht so wie in Frankreich. Natürlich gibt es in Frankreich diesen Gedanken, dass man Profit machen muss, aber man ist dort nicht so gnadenlos.“
Generell machte ihr großer Ruhm Angst. „Am meisten fürchte ich, meine Freiheit zu verlieren. Wenn der ganze Zirkus noch zunähme und ich mich eines Tages überhaupt nicht mehr aus dem Haus trauen könnte, ohne sofort von Menschtrauben umlagert zu werden - das wäre furchtbar. Ich möchte nicht, dass der Ruhm mir mein Leben aus den Händen nimmt“, sagte sie schon in einem Interview mit dem Spiegel im Jahr 2002.
Auch ihr Privatleben hält sie privat. Es ist lediglich bekannt, dass sie 2029 ein vietnamesisches Mädchen adoptiert hat.
Mit ihrer Verkörperung der Designerin Coco Chanel in „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ (2009) begab sie sich dann wieder auf ihr geliebtes Terrain des französischen Films.
Schon vor einigen Jahren zog sie sich aus der Filmbranche zurück und veröffentlichte einen Fotoband – dabei drehte sie den Spieß auch einmal um und veröffentlichte Fotos von rund 500 Journalistinnen und Journalisten, die sie interviewt haben. Sie wollte Erinnerungen von den Begegnungen und kurzen Momenten behalten.
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