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18.10.2017

Auch Bob Weinstein wegen sexueller Belästigung angeklagt

Der jüngere Bruder von Harvey Weinstein muss sich nun auch Vorwürfen wegen sexueller Belästigung stellen. Er bestreitet diese vehement.

Nach seinem Bruder Harvey Weinstein, wird nun auch der drei Jahre jüngere Bob Weinstein der sexuellen Belästigung bezichtigt. Der 62-jährige Produzent und Mitbegründer der Weinstein Company wird ebenfalls beschuldigt, eine Frau belästigt zu haben.

Einladung auf Hotelzimmer

Amanda Segel, die Showrunner der Weinstein-Serie "The Mist" war, bezeichnet sich als ein Opfer von Bob. Der Zeitschrift Variety erzählt Segel, Bob habe nach einem gemeinsamen Dinner im Sommer 2016 in Los Angeles angefangen, ihr heftige Avancen zu machen. Er habe sehr intime Fragen gestellt und lud sie auf sein Hotelzimmer ein, was Segel abgelehnt hat. Die ehemalige Angestellte von Weinstein, die jünger ist als Bobs Tochter erhielt E-Mails und Einladungen zu privaten Abendessen und Partys. Weinstein "scherzte mehrmals damit, dass er mein Boss sei und mich feuern kann, wenn ich die Einladungen nicht annehme", so Segel.

Auch nach einer klaren Abfuhr von Amanda soll der Filmboss jedoch nicht aufgegeben und sie weiter belästigt haben. Im Interview berichtet sie: "Nein sollte auch Nein heißen. Bob ließ aber nicht locker und tat so, als wolle er eine Freundschaft. Er wollte aber keine Freundschaft, er wollte mehr als das. Ich hoffe, dass ein 'Nein' von nun an ausreicht."

Falsche Aussagen von Segel?

Bobs Anwalt, Bert Fields, dementierte diese Aussage: "'Varietys' Geschichte über Bob Weinstein ist mit falschen Andeutungen und Aussagen gespickt und wir haben E-Mails, um das zu beweisen. Aber selbst wenn Sie es glauben wollen, beinhaltet die Geschichte keine Anzeichen von unangebrachtem Kontakt oder der Nachfrage danach. In keinem Fall hat sich Bob Weinstein sexueller Belästigung schuldig gemacht."

Amandas Anwältin, Susann MacIsaac, hingegen bleibt bei der Aussage der Produzentin und sagte in einem Statement: "Amanda Segel war ein Opfer sexueller Belästigung von Bob Weinstein. [...] Ihr sollte applaudiert werden, dass sie damit an die Öffentlichkeit tritt. Jeder Versuch, diese Aussage zu widerlegen, ist eine Schande."