Das tragische Leben von "Little Miss Sunshine"-Star Abigail Breslin

Am 14. April feierte der ehemalige Kinderstar seinen 30. Geburtstag.
Abigail Breslin als Kind bei einem öffentlichen Auftritt während ihrer Zeit als gefeierter Nachwuchsstar nach "Little Miss Sunshine".

2007 wurde Abigail Breslin im Alter von zehn Jahren für den Oscar als Beste Nebendarstellerin für "Little Miss Sunshine" nominiert. Sie ist damit eine der jüngsten Schauspielerinnen, die für den wichtigen Preis in Betrachtung gezogen wurden. Am 14. April feierte der ehemalige Kinderstar seinen 30. Geburtstag.

Doch wie ist es Breslin seit ihrer Oscar-Nominierung ergangen? 

Die Schauspielerin war im Laufe der Zeit in einer Reihe an Filmen zu sehen - so spielte Breslin unter anderem die Hauptrolle der Frances "Baby" Houseman im TV-Remake von "Dirty Dancing" aus dem Jahr 2017. Mit der "Zombieland"-Filmreihe, "August: Osage County" und der satirischen Horrorserie "Scream Queens" konnte sie sich als Schauspielerin etablieren.

Seit einigen Jahren ist der Ex-Kinderstar auch in der Musikbranche tätig. Sie war mehrmals Teil von verschiedenen Soundtracks - auch wenn ihr angekündigtes Debüt-Studioalbum "The World Now" nie erschienen ist. Mitte der Nullerjahre veröffentlichte sie die Lieder "Christmas In New York" und "You Suck" als Singles.

Hinter den Kulissen hatte der Star jedoch kein einfaches Leben.

Abigail Breslin: Schönheitsdruck führte zu Essstörung

Abigail Breslin litt unter einer Essstörung sowie nach einem sexuellen Übergriff unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Während der Corona-Pandemie musste sie zudem eine Familientragödie verkraften. Im Februar 2021 gab sie den Tod ihres Vaters, Michael Breslin, bekannt, der aufgrund von Komplikationen einer Corona-Infektion verstorben war.  

Sich von klein auf im Showbusiness zurechtzufinden, forderte seinen Tribut.

Im Podcast "Vulnerable with Christy Carlson Romano" sprach Breslin 2024 über den Druck, bereits als Kinderdarstellerin Schönheitsidealen entsprechen zu müssen. Sie erzählte, dass sie als Kind während der Dreharbeiten zu "Little Miss Sunshine" tiefe Unsicherheiten plagten, als sie die schlanken Figuren von Schönheitsköniginnen sah und sich fragte: "Bin ich hässlich?"

Der psychische Druck führte im Alter von fünfzehn Jahren zu Essstörungen – Anorexie und Bulimie – wogegen Breslin jahrelang ankämpfte.

Von Ex-Freund vergewaltigt

Ein sexueller Übergriff habe zu einer posttraumatischen Belastungsstörung geführt, wie die Schauspielerin in einem Posting auf Instagram bekannt gab. Sie verriet nicht, wer der Täter war, außer dass es sich um einen Ex-Freund handelte. "Ich habe es aus vielen Gründen nicht angezeigt", teilte die damals 21-jährige Schauspielerin mit. "Zunächst einmal stand ich unter Schock und wollte es nicht wahrhaben. Ich wollte mich nicht als Opfer sehen, also verdrängte ich es und tat so, als wäre nichts passiert. Zweitens war ich mit meinem Vergewaltiger zusammen und hatte Angst, dass man mir nicht glauben würde. Ich hatte auch Angst, dass er es herausfinden und mich noch mehr verletzen würde, selbst wenn meine Anzeige im Sande verlaufen würde. Drittens wusste ich, wie sehr meine Familie und Freunde darunter leiden würden, und ich wollte ihnen das ersparen."

"Ich habe seit dem Vorfall große Fortschritte gemacht, aber ich will nicht so tun, als ob es mich nicht immer noch belastet", teilte sie mit und erklärte, an Flashbacks und Albträumen zu leiden. Ich "zucke immer noch zusammen, wenn mich jemand unerwartet berührt, selbst wenn es nur meine beste Freundin ist, die mir auf die Schulter tippt", so Breslin damals.

"Zu sagen, dass nur angezeigte Vergewaltigungen zählen, bestärkt die Ideologie, dass Überlebende nicht angezeigter Vergewaltigungen keine Rolle spielen", fuhr der ehemalige Kinderstar fort. "Das ist unfair, falsch und kontraproduktiv. Es ist, als ob man ein blaues Auge hätte, weil man ins Gesicht geschlagen wurde, aber weil man nicht die Polizei gerufen hat, zählt es eigentlich nicht. Nicht angezeigte Vergewaltigungen zählen. Angezeigte Vergewaltigungen zählen. Punkt."

"Jeder Tag ohne Panikattacke ist ein Erfolg"

Im Oktober 2020, am Welttag der psychischen Gesundheit, erklärte die ehemalige Kinderdarstellerin außerdem, dass bei ihr im Alter von dreizehn Jahren eine Angststörung diagnostiziert worden war. "Eine Zeit lang schämte ich mich für diese Diagnosen und das damit verbundene Stigma. Jetzt sehe ich es als Teil von mir. Jeder Tag ohne Panikattacke ist ein Erfolg."

Abigail Breslin ist seit 2023 mit Geschäftsmann Ira Kunyansky verheiratet. Das Paar ist seit April 2017 zusammen und hat sich im Februar 2022 verlobt.

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