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12/17/2021

20 Jahre Herr der Ringe: Gebrochene Zehen und ein Gemeinschaftstattoo

Die Darsteller waren nicht nur auf der Leinwand Gefährten, sondern sind auch so verbunden.

von Stefanie Weichselbaum

"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden", sagt die Stimme aus dem Off zu Beginn der "Herr der Ringe"-Trilogie. Der erste Teil des Abenteuers von Frodo Beutlin und seinen Gefährten ist mittlerweile schon 20 Jahre alt.

Theoretisch könnten die Filme aber schon älter sein, denn schon einige Zeit davor kamen die Beatles auf Autor J. R. R. Tolkien (gest. 1973) zu und schlugen ihm vor, sein Buch doch mit ihnen in den Hauptrollen zu verfilmen.

George Harrison (gest. 2001) als Zauberer Gandalf, Paul McCartney als Hobbit Frodo, Ringo Starr als sein Gefährte Sam und John Lennon (gest.1980) wollte in die Rolle des schleimigen Wesen Gollum schlüpfen. Tolkien konnte über diese Idee aber nur müde lächeln und lehnte dankend ab.

Erst Jahre später verwirklichte Regisseur Peter Jackson dann dieses Projekt – und das noch dazu sehr aufwendig und detailverliebt. So wurden 38.000 Kostüme dafür angefertigt. Einige davon mussten bis zu 40 Mal nachgeschneidert werden, da sie beschädigt oder beschmutzt wurden. 10.000 Pfeile und 2.000 Waffen aller Art wurden benötigt. Und wenn man alle Kettenhemden aneinanderhängen würde, müsste die Wäscheleine 11 Kilometer lang sein.

Enorm kompliziert war es, die Hobbit-Füße an den Schauspielern anzubringen. Elijah Wood (Frodo Beutlin) und Sean Astin (Sam) mussten an den Drehtagen um 5 Uhr in der Maske parat stehen und die Prozedur für die nächsten eineinhalb Stunden über sich ergehen lassen.

Auch sonst mussten die Maskenbildner öfter kreativ werden. Denn Viggo Mortensen (spielt Aragorn) wurde einmal ein Zahn ausgeschlagen und er bestand darauf, dass man diesen mit Superkleber fixierte, um die Szene fertig drehen zu können. Mortensen trug generell einige Verletzungen davon. So trat er mit dem Fuß einmal so fest gegen einen Stein, dass er sich zwei Zehen brach.

Dass er die Rolle überhaupt bekam, verdankt er den Absagen seiner Kollegen. Zuerst fragte man nämlich bei Nicolas Cage, Vin Diesel und Russell Crowe an.

Auch Ian McKellen war nicht die erste Wahl für Gandalf. Eigentlich hätte "James Bond" Sean Connery (gest. 2020) dieser Figur Leben einhauchen sollen. Er lehnte aber ab, da er das Drehbuch nicht verstand.

Nach der letzten Klappe (alle drei Filme wurden am Stück gedreht) ließen sich die Darsteller die Zahl 9 auf Elbisch (steht für die neun Gefährten) als Erinnerung tätowieren.

Ein weiteres spannendes Detail gibt’s noch: Von 800 Nominierungen wurden 475 Preise abgeräumt.

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