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Sport Wintersport
03/05/2021

WM-Gold für Stefan Kraft auf der Großschanze in Oberstdorf

Der 27-jährige Salzburger gewann das Springen überlegen vor dem Norweger Johansson.

von Christoph Geiler

Stefan Kraft ist und bleibt ein Mann für die Großereignisse. Noch bei jeder Nordischen WM, bei der er am Start war, hat der Salzburger eine Einzelmedaille gewinnen können, auch in Oberstdorf schlug der Doppelweltmeister von 2017 zu.

Nach dem ersten Durchgang des Bewerbs auf der Großschanze lag der Gesamtweltcupsieger schon in Führung. Mit einem Sprung auf 132,5 Meter verwies er den Norweger Robert Johansson (+5,7 Punkte) auf den zweiten Platz. Auf Rang drei lag sensationell bereits der nächste Österreicher: Daniel Huber schuf sich mit einem Sprung auf 133,5 Meter eine perfekte Ausgangsposition für den zweiten Durchgang.

Im zweiten Durchgang fiel Huber auf Rang acht zurück. Kraft hingegen behielt die Nerven und holte mit 4,4 Punkten Vorsprung Gold.

Krafts Erfolg war nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Er hatte in dieser Saison, in der das Coronavirus die ÖSV-Springer gleich nach dem Auftakt zu einer Zwangspause geschickt hatte, einen dritten Platz als bestes Resultat erreicht. Der Skiflug-Weltrekordler hatte nach Rückenproblemen in der Vorbereitung zudem Krafttraining und Einsätze dosieren müssen.

Dichtes Schneetreiben

Doch auf einer seiner Lieblingsschanzen, auf der er bei der Tournee 2014 und 2016 gewonnen hatte, fand Kraft zu alter Stärke zurück. Platz eins in der Qualifikation und Bestweite im Probedurchgang ließ der zweifache Weltcup-Gesamtsieger bei starkem Schneefall auch den WM-Triumph folgen. Im Weltcup sind die ÖSV-Springer seit 25 Bewerben ohne Einzelsieg.

WM-Debütant Jan Hörl (127 m/136,5 m) und Philipp Aschenwald (123,5/130) steigerten sich im Finale deutlich auf die Plätze zehn und elf und weckten damit Hoffnungen auf neuerliches Edelmetall im Teambewerb am Samstag (17.00 Uhr/live ORF 1).

Der deutsche Titelverteidiger Markus Eisenbichler, der nach einem 122,5-m-Flug nur Halbzeit-16. war, stürzte im Finale bei 134 m. Weltcup-Dominator Halvor Egner Granerud aus Norwegen war nach einer Corona-Infektion nicht am Start.

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