Sport | Wintersport
13.01.2012

Wie der Opa so der Enkel

Im Eishockey-Team Russlands spielt der Enkel einer ganz großen Tormann-Legende.

Wladislaw Tretjak. Russische Eishockey-Tormann-Legende. 287-mal stand er für die Sowjetische Nationalmannschaft zwischen den Torpfosten, gewann drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen und zehn bei Weltmeisterschaften. Die Legende von ZSKA Moskau war 1989 auch der erste Russe, der in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

In diesen Tagen wird der 59-jährige des öfteren nach Innsbruck blicken. Denn dort ist sein Enkelsohn Maxim einer der prominentesten Teilnehmer bei den Olympischen Jugendspielen.  Der 15-Jährige möchte eines Tages in die großen Fußstapfen seines Großvaters treten. Das Eishockey-Turnier in Innsbruck bietet dem Talent die Möglichkeit, sein Können auf internationaler Ebene unter Beweis zu stellen. Mit der russischen Mannschaft bestreitet er am Freitag das Schlagerspiel gegen Kanada.  

Schon jetzt gibt es Parallelen zum legendären Opa. Denn so wie auch einst Wladislaw, wird auch er mit der Nummer 20 auflaufen. Und: Er steht bei ZSKA Moskau  unter Vertrag.

Dass er sich dazu entschied kleine schwarze Pucks mit Geschwindigkeiten jenseits der 150 km/h abzuwehren, hat eine witzige Vorgeschichte. "Als Kind fragte ich meinen Großvater wie es sein kann, dass er als Eishockeyspieler noch alle Zähne hatte." Dessen Antwort: "Ich hatte als Tormann ja immer eine Maske auf." Das inspirierte Maxim. Da im Eishockey bekannterweise nur die Torhüter einen kompletten Gesichtsschutz tragen, war dies der Beginn der noch jungen Karriere.

Die Zielsetzung der russischen Mannschaft in Innsbruck ist klar definiert: Für die junge Sbornaja zählt nur der Olympia-Sieg. Die Mannschaft gehört auch zum engen Kreis der Favoriten. Am Montag kommt es zum Aufeinandertreffen mit den rot-weiß-roten Nachwuckscracks.