SKI ALPIN: WELTCUP SUPER G HERREN: KRIECHMAYR (AUT)

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Sport Wintersport
03/07/2021

Super-G-Entscheidung vertagt: Kriechmayr in Saalbach Dritter

Der Tagessieg ging an Odermatt. Kriechmayr geht nun mit 83 Punkten Vorsprung ins Weltcupfinale.

Der Super-G-Weltcup der alpinen Ski-Herren wird im allerletzten Rennen entschieden. F├╝r Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr war am Sonntag beim Heimweltcup in Saalbach-Hinterglemm Rang drei zu wenig, um die Kugel vorzeitig sicherzustellen. Hauptschuldig daran war der Schweizer Marco Odermatt, der sich mit einer Traumfahrt vom Zw├Âlferkogel den Tagessieg holte und nun 83 Punkte hinter Kriechmayr liegt.

Odermatt, der mit dem Respektvorsprung von 0,62 Sekunden auf den Franzosen Mathieu Bailet und 0,81 auf Kriechmayr ├╝ber seinen dritten Weltcupsieg jubelte, ist gleichzeitig der einzige verbliebene Konkurrent von Kriechmayr. Matthias Mayer ist nach Platz sieben (+1,28) aus dem Rennen.

Zweitbester ├ľSV-L├Ąufer auf der Schneekristall-Strecke wurde am Sonntag aber sensationell Raphael Haaser, der als Vierter (0,83) mit Nummer 33 nur zwei Hundertstelsekunden am Podest vorbeischrammte. Daniel Hemetsberger (10./1,60) und Daniel Danklmaier (11./1,69) zeigten wie in der Abfahrt am Vortag auf. Max Franz und Otmar Striedinger schieden aus.

 

SKI ALPIN WELTCUP SAALBACH: SUPER G HERREN -HAASER (AUT)

Kriechmayrs Serie riss. Der 29-j├Ąhrige Ober├Âsterreicher hatte f├╝nf der vergangenen sechs Speedrennen gewonnen und tadelte sich f├╝r eine fehlerhafte Fahrt. "Verdient hat uns Marco Odermatt da die Grenzen aufgezeigt", sagte Kriechmayr. Er h├Ątte die Sache gerne fr├╝hzeitig unter Dach und Fach gebracht, meinte Kriechmayr, zeigte sich im Anschluss aber als fairer Sportsmann. "Nat├╝rlich habe ich mir mehr vorgenommen. Aber die anderen zwei waren besser."

"Sicher eine perfekte Fahrt"

Kriechmayr hatte am Vortag angesichts von 101 Punkten Vorsprung auf Mayer als ersten Verfolger Attacke angek├╝ndigt. Angriff als beste Verteidigung f├╝hrte den Ober├Âsterreicher zun├Ąchst auf die Spitzenposition. Doch vier Startnummern sp├Ąter konterte Odermatt mit einer Fahrt wie aus einem Guss. "Es w├Ąre falsch, wenn man da noch viel zu meckern h├Ątte", sagte der Sieger danach. Im Super-G finde man zwar immer ein paar Hundertstel. "Aber mit der Situation, dass es heute sehr schwierig war, ist es sicher eine perfekte Fahrt."

SKI ALPIN WELTCUP SAALBACH: SUPER G HERREN -ODERMATT (SUI)

Der 23-J├Ąhrige verhinderte damit die ├ľSV-Party f├╝r den Gewinn der ersten Speed-Kugel bei den Herren seit 2012 (Klaus Kr├Âll/Abfahrt) beziehungsweise 2008 im Super-G (Hannes Reichelt). "F├╝r die Zuschauer ist es super, dass es ein gro├čes Finale in der Lenzerheide gibt, auch wenn meine Karten sehr schlecht sind", sagte Odermatt. "Der R├╝ckstand ist so gro├č, Vinc muss nur ins Ziel fahren. Aber es ist cool f├╝r mich, dass die theoretische M├Âglichkeit besteht. Es ist Spannung dabei, und Vinc ist vielleicht ein wenig nerv├Âser als sonst."

Kampf um Gesamtweltcup

Odermatt setzte mit seinem erst dritten Weltcupsieg auch dem Gesamtf├╝hrenden Alexis Pinturault (15.) zu. Vor den letzten sechs Rennen schrumpfte Pinturaults Vorsprung auf Odermatt auf 81 Punkte. Bei noch zwei ausstehenden Slaloms liegt der Vorteil noch beim Techniker Pinturault, doch der Jungstar hat Lunte gerochen. "Wie alle" hoffe auch er auf ein Herzschlagfinale, meinte Odermatt. "Es wird ein Kampf, man darf sich keine Fehler erlauben, muss aber trotzdem am Limit fahren, um die gro├čen Z├Ąhler zu gewinnen. Das wird ganz schwierig."

Mayers Attacke misslang. Der K├Ąrntner blieb im selektiven oberen Teil zwar mit einer artistischen Einlage im Kurs, war letztlich aber 0,47 Sekunden langsamer als Kriechmayr. "Ich habe es ein bisschen falsch angelegt da oben, habe von der Welle relativ viel Druck gekriegt und das war nicht schnell", sagte Mayer. "Schade, ich habe es drauf angelegt. Es n├╝tzt nichts, es sind noch ein paar Rennen ausst├Ąndig und da m├Âchte ich noch einmal Gas geben."

Als Spielverderber f├╝r Kriechmayr agierte am Sonntag auch Podest-Deb├╝tant Bailet. Denn mit Platz zwei h├Ątte der ├ľsterreicher die Kugel sicher gehabt. Der Franzose berichtete ├╝bergl├╝cklich ├╝ber "eines meiner besten Gef├╝hle auf Ski". Das f├╝hlte wohl auch Haaser, der zuvor nie besser als 23. (Super-G Hinterstoder) gewesen war. "Ich w├╝rde sagen, es ist alles aufgegangen. Ich habe versucht, den Schwung nicht abzustechen, das ist mir nicht so schlecht gelungen", sagte der 23-J├Ąhrige. Mit dem folgenden allgemein gemeinten Statement k├Ânnte er auch sich selbst gemeint haben: "Die mit den h├Âheren Startnummern sind auch keine Brauser."

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