Sport | Wintersport
04.05.2018

Der ÖSV stutzt Schlierenzauer und Hayböck die Flügel

Die Routiniers wurden bei der Kader-Einteilung nicht für den Nationalkader berücksichtigt.

Die enttäuschenden Auftritte der österreichischen Skispringer im vergangenen Winter ziehen ihre Konsequenzen nach sich. Nachdem die erfolgsverwöhnten ÖSV-Adler ohne Sieg und Olympiamedaille geblieben waren, hatte bereits Cheftrainer Heinz Kuttin die Reißleine gezogen und den Rücktritt erklärt. Wenn sein Nachfolger Andreas Felder in den nächsten Wochen die Arbeit aufnimmt und den ersten Trainingskurs veranstaltet, hat der Tiroler nur mehr drei Springer im Team, die auch offiziell Nationalkader-Status besitzen.

Bei der obligaten Kadereinteilung für die kommende Saison wurden nur Stefan Kraft, Manuel Fettner und Andreas Kofler berücksichtigt. Kraft und Fettner, weil sie die nötigen Ergebnisse eingefahren haben, Kofler, weil er in der vergangenen Saison nie am Start war und daher für den Routinier noch die Resultate aus dem Winter 2016/'17 gelten.

Zwei prominente ÖSV-Springer gehören aktuell nicht mehr dem Nationalkader an. Gregor Schlierenzauer, mit 53 Siegen der erfolgreichste Springer der Weltcupgeschichte, erfüllte nicht die nötigen Kriterien und wurde zurückgestuft. Der 28-Jährige sammelte im vergangenen Winter nur 77 Weltcuppunkte und wurde im Gesamtweltcup lediglich 35. Knapper war die Sache bei Michael Hayböck: Der Oberösterreicher war zwar einmal auf dem Stockerl gelandet, schaffte aber auch wegen einer Verletzung nicht die nötigen Ergebnisse. "Bei ihm hat nur ein Ergebnis gefehlt", erklärt Neo-Sportdirektor Mario Stecher.