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Sport Wintersport Ski-WM 2019
02/10/2019

Vor WM-Abfahrt der Damen: Vier Trümpfe und ein Hoppala

Der Start ist aufgrund Nebels und Wind verlegt worden. Die Startzeit bleibt bestehen. Ab 12.30 Uhr im Liveticker.

Die (heutige) Damen-Abfahrt bei den Alpinski-Weltmeisterschaften in Aare wird vom zweiten Reserve-Startpunkt begonnen. Die Wetterbedingungen mit Nebel und Wind im oberen Teil der Strecke seien der Grund dafür, hieß es vom WM-Veranstalter in Schweden. Erwartet wird eine Fahrzeit von unter einer Minute. Die Startzeit bleibt mit 12.30 Uhr bestehen.

Die Tränen sind jedenfalls getrocknet, Ramona Siebenhofer richtet nach ihrem vierten Platz in der Kombination am Freitag den Blick wieder nach vorn. „Es war ein langer Tag, ich bin ins Bett gefallen – und ich habe gut geschlafen“, sagt die 27-Jährige, die Bronze um vier Hundertstelsekunden verpasst hatte.

Eine Gewinnerin war die Steirerin dennoch: Zum Einen, weil „die Performance super war, das Glück war halt nicht auf meiner Seite, aber das kommt sicher wieder zurück“. Und zum Anderen, weil sie die Wette mit der Slowenin Ilka Stuhec um die bessere Slalom-Zeit eindeutig gewonnen hat: 1,64 Sekunden schneller war Siebenhofer. „Ich hab’ sie seither zwar nicht mehr getroffen, aber da kommt sicher noch etwas“, zumal die einzige nichtösterreichische Abfahrtssiegerin dieses Winters ja auch schon selbst gebackene Weihnachtskekse an die Kolleginnen verteilt hat.

Riesenpotenzial

Geschenke zu machen, liegt den ÖSV-Damen am heutigen Sonntag (geplanter Start: 12.30 Uhr) freilich fern. Denn die Abfahrt ist in diesem Winter eindeutig ihre stärkste Disziplin: Zwei Siege und ein zweiter Rang von Nicole Schmidhofer; zwei Siege und ein dritter Rang von Ramona Siebenhofer; ein Sieg, ein dritter und ein vierter Rang von Stephanie Venier – viel besser geht es kaum in sechs Saisonrennen.

Und hätte sich Cornelia Hütter (Zweite in Lake Louise) nicht gleich zwei Mal verletzt, frage nicht. Zumal mit Anna Veith noch ein Trumpf auf ihrem Weg zurück an die Spitze durch einen Kreuzbandriss aus der Bahn geworfen worden ist.

Dennoch beharrt Nicole Schmidhofer: „Der Favoritenkreis ist groß heuer“, und er ist durch die Rückkehr von Olympiasiegerin Sofia Goggia noch größer geworden: In den drei Rennen seit ihrem Knöchelbruch war die Olympiasiegerin aus Italien drei Mal Zweite, in Super-G und Abfahrt von Garmisch und im WM-Super-G.

Vielleicht war der vierte Rang von Ramona Siebenhofer ja ein gutes Omen. Aber vielleicht war es auch das Hoppala von Stephanie Venier: Die Tirolerin hat am Freitag auf einem Parcours auf dem zugefrorenen Åre-See ein allradgetriebenes Elektro-Auto driftend im Schnee versenkt. Und das, obwohl Beifahrerin Nicole Schmidhofer noch rief: „Gegenlenken, gegenlenken ...“

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