Ende der Durststrecke: Erster ÖSV-Podestplatz in der Abfahrt seit 700 Tagen

FIS Alpine Ski World Cup - Men's Downhill
Vincent Kriechmayr wurde in Wengen hinter Marco Odermatt Zweiter. Es war für die ÖSV-Herren der erste Stockerlplatz in der Abfahrt seit Februar 2024.

Vor einem Jahr war Vincent Kriechmayr in der Abfahrt von Wengen in der Zielkurve heftig in die Bande gekracht und hatte sich eine Knieverletzung zugezogen.

Ein Jahr später meldete sich der Oberösterreicher in Wengen eindrucksvoll zurück und fuhr in der Abfahrt auf den zweiten Rang.

Damit beendete Kriechmayr einen langen Negativlauf der österreichischen Abfahrer. Seit dem 17.2. 2024 (2.Rang von Kriechmayr in Kvitfjell) waren die ÖSV-Herren in der Königsdisziplin einem Podestplatz hinterhergefahren.

Nach 700 Tagen und vielen Enttäuschungen nahm die Durststrecke nun endlich ein Ende.

Vincent Kriechmayr war mit seiner Fahrt zufrieden

Vincent Kriechmayr war mit seiner Fahrt zufrieden

Auf der verkürzten Lauberhornabfahrt, auf der Kriechmayr bereits zwei Mal gewonnen hat (2019, 2022) musste der Österreicher nur dem Schweizer Superstar Marco Odermatt den Vortritt lassen.

Riesenvorsprung

Der Lokalmatador fuhr beim Heimrennen in einer anderen Liga und war gleich 79 Hundertstelsekunden schneller als Kriechmayr, der den italienischen Super-G-Sieger Giovanni Franzoni auf den dritten Platz verwies.

"Meine Fahrt war teilweise sehr gut, aber acht Zehntelsekunden finde ich nicht", sagte der ÖSV-Routinier.

Marco Odermatt gewann zum vierten Mal in Folge die Abfahrt von Wengen

Marco Odermatt gewann zum vierten Mal in Folge die Abfahrt von Wengen

Jagd auf Maier

Marco Odermatt bleibt derweil der Mister Lauberhorn. Seit 2024 ist der 28-Jährige in Wengen ungeschlagen und gewann nun die letzten vier Abfahrten vor eigenem Publikum. 

Mit seinem 52. Weltcupsieg nähert sich Odermatt der Marke von Hermann Maier (54 Weltcupsiege).

Daniel Hemetsberger schaffte es in Wengen in die Top Ten

Daniel Hemetsberger schaffte es in Wengen in die Top Ten

Mit Daniel Hemetsberger (+1,37) schaffte es noch ein weiterer Österreicher in die Top Ten. Stefan Babinsky konnte nach seinem zweiten Platz im Super-G nicht an die Leistung anschließen und landete mit einem Rückstand von 2,54 Sekunden im geschlagenen Feld.

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