Otmar Striedinger setzte in Beaver Creek ein Ausrufezeichen.

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Ski alpin
12/08/2013

Striedingers Sprung ins Rampenlicht

Den österreichischen Speed-Herren war in Amerika kein Sieg vergönnt. Dennoch fällt das Resümee positiv aus.

Fast ein Jahr lang wartet die Skination Nummer 1 schon auf einen Sieg in einem Speedbewerb. Hannes Reichelt gewann am 29. Dezember 2012 die Abfahrt von Bormio. Auch bei den vier Nordamerika-Rennen war den österreichischen Herren kein Sieg vergönnt. Trotzdem saßen am Samstag zufriedene Männer im Flugzeug Richtung Europa.

In jedem der vier Rennen fuhr ein Österreicher auf Platz zwei, insgesamt gingen sechs von zwölf möglichen Podestplätzen an Fahrer des ÖSV. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es drei von zwölf möglichen Podestplätzen, 2011 gar nur zwei.

Am Samstag sah Hannes Reichelt schon wie ein Super-G-Sieger aus. Dann wurde er noch vom Schweizer Patrick Küng verdrängt. Die Schweiz feierte damit nach 645 Tagen wieder einen Sieg in einem Herren-Weltcuprennen. Feiern durfte am Samstag aber auch Otmar Striedinger: Der 22-jährige Kärntner raste mit Startnummer 45 noch vor Reichelt auf Platz zwei. Herren-Chef Mathias Berthold war dementsprechend zufrieden. „Im letzten Super-G hat es schon nach Sieg ausgesehen. Aber diese Bilanz zu kritisieren, wäre Jammern auf hohem Niveau.“ Striedinger war für Berthold eine der Entdeckungen in Nordamerika: „Er ist eine Bomben-Tour gefahren. In der Beaver-Creek-Abfahrt hat ihn nur das Wetter gestoppt.“

Die Herren werden im Gegensatz zu den Damen vor der WM 2015 noch einmal nach Beaver Creek zurückkehren und im Dezember 2014 wieder auf der klassischen Birds of Prey fahren. Traurig über die Rückkehr zum Klassiker ist niemand: An diesem Wochenende mussten die Herren wegen der WM-Generalprobe der Damen den ersten Abfahrtsteil auf der Damenpiste zurücklegen.

Rückkehr

In zwei Wochen kommt es im Grödnertal zum ersten Speedrennen der Saison in Europa. Aber auch zur Fortsetzung der beinharten Qualifikation für die Österreicher. In Colorado sorgte dies für Aufregung, vor allem bei jenen Routiniers, die nach dem Qualifikationslauf beim Rennen nur zusehen durften.

Doch die Qualifikation ist laut Berthold der aktuellen Konstellation geschuldet. Der Vorarlberger hatte schon im Sommer angedeutet, dass die Luft dünner wird. „Ich war mit neunten, fünften, sechsten, zehnten Plätzen nicht mehr zufrieden, weil die Mannschaft wesentlich besseres Potenzial hat. Irgendwann muss man mehr Gas geben, damit das auch umgesetzt wird.“

Deshalb hatte Berthold auch in Nordamerika immer wieder ein dementsprechendes Auftreten gefordert. „Das sind super Jungs. Sie trainieren fleißig und sind körperlich in einer sehr guten Verfassung. Aber hin und wieder hat das Risiko, um ganz vorne reinzufahren, gefehlt.“

Zuversichtlich kehrt auch Klaus Kröll nach fünf Wochen Nordamerika in die Heimat zurück. Das Spitzenergebnis von Kanada (Rang zwei in der Abfahrt von Lake Louise) konnte der Steirer in Beaver Creek zwar nicht wiederholen, nach dem Wechsel auf ein härteres Schuhmodell fühlt er sich aber trotz seiner Oberarmprobleme wieder wohl.

„Ich habe herüben eine große Steigerung mitgemacht und fahre positiver heim als ich hergekommen bin“, sagte Österreichs letzter Gesamtsieger im Abfahrtsweltcup. „Die Tendenz ist gut, es geht nur noch um Kleinigkeiten.“

Bilder vom Super-G in Beaver Creek

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