Nicole Hosp und Co. erwischten nicht den besten Tag.

© APA/KARL-JOSEF HILDENBRAND

Österreich verpatzt Teambewerb
03/15/2013

Österreich verpatzt Teambewerb

Den Sieg sichert sich das deutsche Team vor Schweden.

von Christina Pertl

Der dritte Finaltag in Lenzerheide brachte zwei Neuheiten: Sonnenschein und ein Weltcup-Rennen. Nachdem am Mittwoch Nebel und am Donnerstag Wind die letzten Abfahrten und Super-Gs verhindert hatten, konnte der Teambewerb am Freitag ungefährdet über die Schweizer Winter-Bühne gehen.

Zur Freude der deutschen Mannschaft, die sich vor Schweden und Italien durchsetzte, während Österreich vergeblich auf die Wiederholung des WM-Triumphes hoffte. Rang vier – das rot-weiß-rote Team musste sich mit dem schlechtesten Ergebnis seit der Einführung des Teambewerbes beim Weltcup-Finale 2006 zufrieden geben.

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum tröstete sich mit der Nationenwertung, wo Österreich "so weit vorne" sei, dass man die Schmach verschmerzen und verkraften könne.

Bitter: Die Tirolerin Nicole Hosp, die neben Carmen Thalmann als einzige ihr Duell gewinnen konnte, zog sich einen Muskelfasserriss in der Schulter zu und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.

Von dort gab es am Tag nach Klaus Krölls Sturz auch Positives zu berichten: Der Steirer sei am Donnerstag in Chur erfolgreich am gebrochenen rechten Oberarm operiert worden und den Umständen entsprechend wohlauf, hieß es.

Botschafterinnen

"Des derf doch net wohr sein!" – Der Spruch, den die österreichischen Ski-Damen auf ihren T-Shirts trugen, war kein ironisches Statement zur jüngsten Team-Performance. Die Botschaft galt Herbert Mandl, der dieser Tage seinen freiwilligen Abschied feiert. In seinen elf Jahren als Damen-Chef hatte der 51-Jährige, dessen Nachfolge noch nicht geklärt ist, diese Worte nicht nur ein Mal gebraucht.

An seinem letzten Rennwochenende ließ Mandl seine Schützlinge, die ihm zu Ehren nach dem Rennen im Ziel Spalier standen, zunächst warten: Zuerst mussten die Tore abgeräumt werden, wie immer.

Unklar ist im Damen-Weltcup auch noch, wer sich die Slalom-Kugel holen wird. Tina Maze (SLO) führt vor dem letzten Rennen am Samstag mit sieben Punkten vor Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin (USA). Riesentorlauf-Weltcupsieger Ted Ligety kann indes gelassen in den letzten Bewerb starten – der Weltmeister hat die kleine Kugel längst fixiert.

Endstand
1. Deutschland
2. Schweden
3. Italien
4. Österreich
5. Frankreich
5. Schweiz
5. Slowenien
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