Sport | Wintersport
10.03.2014

Maze im 1. Training Schnellste, Fenninger 3.

Fenningers Konkurrentin im Kampf um die große Kristallkugel Höfl-Riesch landet auf Platz sieben.

Gleich zweimal haben die 23 Abfahrerinnen am ersten Trainingstag für das finale Rennen am Mittwoch in Lenzerheide die auch von den Weltcup-Herren befahrene "Beltrametti"-Strecke getestet. Herren-Renndirektor Günter Hujara wollte sicher gehen, dass für die Damen die Herausforderung nicht zu groß ist. Anna Fenninger kam als Dritte sehr gut zurecht, Kugel-Konkurrentin Maria Höfl-Riesch war Siebente.

Den kurzfristig eingeschobenen Besichtigungslauf vor dem offiziellen Training bestritten die Läuferinnen wie einen Zeitlauf, allerdings mussten sie eine Überjacke tragen. Geht es nach Fenninger, wäre die zusätzliche Fahrt nicht nötig gewesen. "Man merkt, dass Hujara am Werk ist", sagte die Salzburgerin schmunzelnd.

Fenninger hatte mit 0,31 Sekunden Rückstand hinter der Slowenin Tina Maze und der Schweizerin Fabienne Suter Platz drei belegt. "Es ist sehr unruhig. Wenn morgen die Herren und wir noch einmal runterfahren, wird es zum Rennen hin noch unruhiger. Es ist kurvenreich von oben bis unten, die Kurven gehen von einem Zaun zum anderen. Das sollte mir eigentlich liegen. Mir gefällt es gut", gab sich die 24-jährige zuversichtlich.

Fenninger wird auch den zweiten Trainingslauf am Dienstag bestreiten. "Brauchen würde ich ihn nicht unbedingt, aber ich will von den Ski her noch was probieren". 29 Punkte hat sie im Kampf um den Gesamtweltcup Rückstand auf Höfl-Riesch, die Deutsche hatte im Training 1,16 Sekunden Rückstand.

"Es ist schwer zu fahren, ein bisschen ruppig, da muss man schon gescheit draufstehen", sagte Höfl-Riesch, die im Abfahrtsweltcup 80 Punkte Vorsprung auf Fenninger und damit das Kristall klar in Griffweite hat. Was den Gesamtweltcup betrifft, schieben sich die beiden die Favoritenrolle gegenseitig zu.

"Das macht sie nur aus Selbstschutz. Vielleicht um sich selbst nicht so unter Druck zu setzen. Wenn man ehrlich ist, ist sie die große Favoritin", sagte Fenninger. "Wenn man den Verlauf der letzten zwei Wochen anschaut, dann kann sie die Favoritenrolle nicht mehr so ganz von sich weisen. Sie ist in einer Wahnsinnsform. Es wird wirklich spannend.", meinte Höfl-Riesch.

8 ÖSV-Läuferinnen dabei

Acht Österreicherinnen sind für das Abfahrts-Finale qualifiziert, hinter Fenninger war als Sechste Elisabeth Görgl im Training die zweitbeste. Siegerin der letzten Abfahrt war überraschend Andrea Fischbacher gewesen, die Salzburgerin kannte den neuen Verlauf der Lenzerheide-Abfahrt noch nicht (12./1,83). "Lässig zu fahren, aber sehr schwierig, weil viele Passagen sehr unruhig sind, die muss man gut erwischen."

Einiges nicht optimal erwischt hat auch Regina Sterz (11./1,78): "Da sind mir ein paar ziemlich große Fehler passiert, ich muss gescheit Videoschauen. Es ist technisch anspruchsvoll und unruhig."

1. Training:
1. Tina Maze SLO 1:34,05
2. Fabienne Suter SUI + 0,10
3. Anna Fenninger AUT 0,31
4. Fränzi Aufdenblatten SUI 0,80
5. Lara Gut SUI 0,82
6. Elisabeth Görgl AUT 1,15
7. Maria Höfl-Riesch GER 1,16
8. Julia Mancuso USA 1,31
9. Daniela Merighetti ITA 1,48
10. Cornelia Hütter AUT 1,61
11. Regina Sterz AUT 1,78
12. Andrea Fischbacher AUT 1,83
13. Nicole Schmidhofer AUT 1,95
. Kajsa Kling SWE 1,95
15. Dominique Gisin SUI 2,21
16. Nicole Hosp AUT 2,46
17. Stefanie Moser AUT 2,68