Marcel Hirscher war auch in Alta Badia nicht zu schlagen.

© REUTERS/DOMINIC EBENBICHLER

Ski Alpin
12/20/2015

Hirscher gewinnt den Riesentorlauf von Alta Badia

Der Salzburger übernimmt nach dem vierten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup.

Alta Badia ist und bleibt ein Lieblingsplatz von Marcel Hirscher im alpinen Ski-Weltcup. Der Salzburger setzte sich hier am Sonntag im Riesentorlauf vor dem Norweger Henrik Kristoffersen (+0,19 Sek.) sowie dem Franzosen Victor Muffat-Jeandet (+0,86) durch und gewann damit nach 2013 und 2014 zum dritten Mal den Klassiker auf der Gran-Risa-Piste. Das war zuvor noch keinem Läufer gelungen.

Für Hirscher war es der insgesamt 35. Sieg und der 17. in einem Riesentorlauf. Nach Beaver Creek und Val d'Isere hat der 26-Jährige im Weltcup die vergangenen drei Riesentorläufe gewonnen. Im Gesamt-Ranking eroberte er die Führung von Aksel Lund Svindal zurück, der 28. wurde.

"Es war ein harter Fight, man hat mir am Start gesagt, dass der Henrik einen Superlauf erwischt hat, deswegen habe ich probiert, alles rauszuquetschen", sagte Hirscher in einer ersten Reaktion im Ziel. "Ich habe den Ski von Val d'Isere für den zweiten Durchgang rausgeholt, das war sicher nicht verkehrt. Ich bin super happy."

Hirscher nicht zu biegen

Kristoffersen attackierte nach Platz drei im ersten Durchgang voll, der Halbzeit-Zweite Hirscher war aber bei seinem vierten Saisonsieg erneut nicht zu biegen. Der nach dem ersten Lauf noch führende Muffat-Jeandet fiel sowohl hinter den Österreicher als auch den jungen Norweger zurück und muss damit auf seinen ersten Weltcup-Sieg weiter warten.

"Ich glaube, so einen Skifahrer hat es noch nie gegeben und wird es auch nie mehr geben", zollte Philipp Schörghofer, der nach Platz fünf im ersten Durchgang am Ende Neunter war, seinem Landsmann allergrößten Respekt. "Heute ist er schon voll gefahren. Aber in Val d'Isere ist er nicht einmal voll gefahren und gewinnt trotzdem", meinte der Salzburger, der sich ein besseres Resultat erhofft hätte. "Vom Skifahren her war es aber super heute."

Nicht so eisig wie üblich

Die übrigen zwei für das Finale qualifizierten ÖSV-Starter landeten nicht im Spitzenfeld. Christoph Nösig kam auf Platz 25, Manuel Feller fiel nach einem Patzer auf Rang 30 zurück. Roland Leitinger hatte auf einen Start im ersten Durchgang wegen Schmerzen aufgrund seiner Schnittverletzung am Oberschenkel verzichtet.

Die Gran Risa gilt neben dem Chuenisbärgli in Adelboden als schwierigste Riesentorlauf-Piste im Weltcup-Zirkus, präsentierte sich diesmal laut Fahrer-Meinungen aber nicht so eisig wie üblich. Hirscher musste sich auf aggressiverem Schnee auf feinfühligeres Fahren einstellen, wie er erklärte: "Es macht mich stolz, dass ich auch bei nicht perfekten Hirscher-Bedingungen gewinnen kann."

Endstand des Weltcup-Riesentorlaufs in Alta Badia:

1.

Marcel Hirscher (AUT)

2:33,34

Min.

1:16,95

1:16,39

2.

Henrik Kristoffersen (NOR)

2:33,53

+00,19

1:17,13

1:16,40

3.

Victor Muffat-Jeandet (FRA)

2:34,20

+00,86

1:16,90

1:17,30

4.

Ted Ligety (USA)

2:34,69

+01,35

1:18,34

1:16,35

5.

Mathieu Faivre (FRA)

2:34,77

+01,43

1:18,03

1:16,74

6.

Alexis Pinturault (FRA)

2:34,78

+01,44

1:18,03

1:16,75

7.

Tim Jitloff (USA)

2:35,20

+01,86

1:18,66

1:16,54

8.

Felix Neureuther (GER)

2:35,23

+01,89

1:17,55

1:17,68

9.

Philipp Schörghofer (AUT)

2:35,30

+01,96

1:17,77

1:17,53

10.

Stefan Luitz (GER)

2:35,41

+02,07

1:18,12

1:17,29

11.

Roberto Nani (ITA)

2:35,51

+02,17

1:18,87

1:16,64

12.

Tommy Ford (USA)

2:35,52

+02,18

1:19,97

1:15,55

13.

Florian Eisath (ITA)

2:35,59

+02,25

1:18,30

1:17,29

14.

Justin Murisier (SUI)

2:35,82

+02,48

1:18,37

1:17,45

15.

Manfred Mölgg (ITA)

2:35,86

+02,52

1:18,81

1:17,05

16.

Marcus Sandell (FIN)

2:35,99

+02,65

1:18,76

1:17,23

17.

Fritz Dopfer (GER)

2:36,02

+02,68

1:18,47

1:17,55

18.

Thomas Fanara (FRA)

2:36,03

+02,69

1:18,40

1:17,63

19.

Dominik Schwaiger (GER)

2:36,06

+02,72

1:19,15

1:16,91

20.

Zan Kranjec (SLO)

2:36,09

+02,75

1:19,59

1:16,50

21.

Gino Caviezel (SUI)

2:36,19

+02,85

1:19,58

1:16,61

22.

Massimiliano Blardone (ITA)

2:36,24

+02,90

1:19,02

1:17,22

23.

Leif Kristian Haugen (NOR)

2:36,36

+03,02

1:18,34

1:18,02

24.

Riccardo Tonetti (ITA)

2:36,59

+03,25

1:19,90

1:16,69

25.

Christoph Nösig (AUT)

2:36,67

+03,33

1:18,54

1:18,13

26.

Cyprien Richard (FRA)

2:36,71

+03,37

1:19,81

1:16,90

27.

Rasmus Windingstad (NOR)

2:36,78

+03,44

1:18,58

1:18,20

28.

Aksel Lund Svindal (NOR)

2:37,58

+04,24

1:19,42

1:18,16

29.

Trevor Philp (CAN)

2:37,82

+04,48

1:19,78

1:18,04

30.

Manuel Feller (AUT)

2:38,24

+04,90

1:19,09

1:19,15

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Aleksander Aamodt Kilde (NOR), Elia Zurbriggen (SUI), Steve Missillier (FRA), Filip Zubcic (CRO)
U.a. nicht für den 2. Durchgang qualifiziert: Kjetil Jansrud (NOR/37.), Christian Hirschbühl (AUT/38.), Stefan Brennsteiner (AUT/39.)

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