Aksel Lund Svindal liebt Lake Louise, und Lake Louise liebt den Norweger.

© APA/ALEXIS BOICHARD/AGENCE ZOOM

Ski alpin
11/30/2015

Jagd auf Überflieger Svindal und Shiffrin

Die Herren fahren in Beaver Creek ab, Mikaela Shiffrin wagt sich in Lake Louise auf die langen Skier.

Den Vorhang zu und alle Fragen offen? Mitnichten: Nach den ersten Herren-Speedrennen und den ersten Damen-Slaloms ist zumindest einmal klar, dass Aksel Lund Svindal nach mehr als einem Jahr Weltcup-Pause wegen eines Achillessehnenrisses wieder dort weitermacht, wo er zuvor war – ganz oben nämlich. Und es ist zudem klar, dass Mikaela Shiffrin immer noch stärker wird.

Genau so, wie es Ron LeMaster, der Analytiker des US-Ski-Teams, im KURIER am 4. Jänner 2012 prophezeit hatte. "She’s the real deal", hatte der Amerikaner seinerzeit über die damals 16-Jährige gesagt. Seinerzeit kam sie mit der Empfehlung eines dritten Platzes im Slalom von Lienz nach Zagreb. Es war ihr achtes Weltcuprennen und der erste Podestplatz, in Kroatiens Hauptstadt folgte ein Ausfall.

Seit Sonntag hält Shiffrin, 20, bei 72 Rennen. 17 hat sie gewonnen (16 Slaloms), die jüngsten beiden am Wochenende in Aspen, den ersten mit dem Rekordvorsprung von 3,07 Sekunden, den zweiten mit 2,65 Sekunden.

Vier Läufe, vier Bestzeiten, "das war wirklich aufregend", sagte die Weltmeisterin und Olympiasiegerin aus Colorado. Und Mikaela Shiffrin stehen weitere aufregende Tage bevor – nämlich ihr Weltcup-Debüt im Super-G von Lake Louise am kommenden Sonntag. "Ich war noch nie dort, aber das Hotel soll sehr schön sein und der Berg noch schöner. Ich bin wirklich aufgeregt."

Was ihr mit den langen Skiern zuzutrauen ist? Einen kleinen Hinweis könnten die beiden FIS-Abfahrten in Copper Mountain in der vergangenen Woche liefern – in der ersten wurde sie 24. mit 2,17 Sekunden Rückstand auf Corinne Suter (SUI), in der zweiten war sie 1,76 Sekunden hinter Stacey Cook (USA) – aber beispielsweise schon neun Hundertstelsekunden schneller als Elisabeth Görgl.

Österreichische Jäger

Carmen Thalmann (5.) und Michaela Kirchgasser (6.) betrieben im zweiten Slalom von Aspen Wiedergutmachung, bei den Herren überzeugte Max Franz mit den Plätzen sechs und vier, und Matthias Mayers zweiter Platz am Sonntag lässt auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in Beaver Creek ab Freitag hoffen.

Zumal Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt den Berg in Colorado liebt – und weil dann auch Marcel Hirscher wieder eingreift, sowohl mit langen Skiern als auch im Riesenslalom am Sonntag.

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