Gut in Schuss.

© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Ski alpin
11/28/2013

Gut dominiert auch letztes Abfahrtstraining

Anna Fenninger belegt in Beaver Creek als beste Österreicherin Rang fünf.

Der Weg zum Sieg in der ersten Saisonabfahrt des Olympiawinters führt nur über Lara Gut. Die Trainings-Dominatorin aus der Schweiz erzielte am Thanksgiving-Donnerstag zum Abschluss auf der neuen WM-Piste 2015 in Beaver Creek überlegene Bestzeit 1,18 Sek. vor Teamkollegin Tina Weirather. Beste Österreicherin war als Fünfte einmal mehr Anna Fenninger, der letzte ÖSV-Startplatz ging an Nicole Hosp.

Mit den Trainingsplätzen 1 - 3 - 1 machte Gut, die den Riesentorlauf beim Weltcup-Auftakt im Oktober in Sölden gewonnen hat, deutlich, dass sie mit der anspruchsvollen WM-Piste "Raptor" blendend zurecht kommt. Die 22-Jährige deklassierte die Konkurrenz förmlich, selbst ihre starke liechtensteinische "Teamkollegen" Weirather konnte den Rückstand nicht auf unter eine Sekunden drücken.

"Der Rückstand ist zwar groß. Aber ich hatte zwei Fehler und weiß, was ich am Freitag besser machen muss", versuchte die mit Swiss Ski trainierende Weltmeister-Tochter Weirather gelassen zu bleiben. Ähnlich reagierte Fenninger, die mit 1,96 Sekunden Rückstand ins Ziel kam. "Zwei Sekunden sind extrem viel. Aber ich habe die Linie teilweise überhaupt nicht erwischt", erklärte die Salzburgerin.

Fenninger als Hoffnungsträgerin

Fenninger ist am Freitag (18.45 Uhr, live ORF 1) die größte Hoffnung auf das Ende der Durststrecke der seit langem sieglosen ÖSV-Abfahrtsdamen. Als Fünfte war die 24-Jährige auch im dritten und letzten Training die stärkste Österreicherin.

Wiewohl Nicole Schmidhofer mit Platz sieben trotz Nummer 46 erneut aufzeigte. Und sich Nicole Hosp als Elfte das letzte Ticket für Freitag sicherte, obwohl junge Quali-Konkurrentinnen wie Tamara Tippler (19.) stark aufzeigten. Die Chancen, dass es für die rot-weiß-roten Skidamen am Thanksgiving folgenden "Black Friday" keine Abfuhr gibt, stehen gut.

"Ich habe leider nicht gesehen, was Lara gemacht hat", bedauerte Fenninger. "Mich hat es teilweise extrem weit runtergetragen. Ich kann nur versuchen, im Rennen einiges besser zu machen und sauber Ski zu fahren", hat sie sich vorgenommen. "Was rauskommt, weiß man nie."

Gut hatte ihren vor den Augen ihres neuen österreichischen Alpindirektors Rudi Huber gezeigten Wahnsinnslauf schnell erklärt. "Ich habe einfach probiert, auf Zug zu fahren und das Andriften zu vermeiden." Vom gewaltigen Vorsprung zeigte sie sich dennoch überrascht. "Das ist schon viel. Offenbar bin ich nicht schlecht gefahren", sagte sie lachend.

Mit der klaren Favoritenrolle hat die Schweizerin kein Problem. "Wenn man etwas einmal schafft, sollte es auch nochmals gehen", gab sie sich selbstbewusst und erklärte: "Ich habe das Glück, dass es derzeit einfach passt bei mir. Da ist es immer einfacher, gut zu fahren." Trotzdem werde sie am Freitag versuchen, noch besser zu fahren. "Die anderen werden auch noch mehr Gas geben."

Im ÖSV-Lager trat Cornelia Hütter am Donnerstag nicht an. Die Steirerin pausierte, um ihre in der Vorwoche bei einem Trainingssturz in Vail erlittenen Blessuren (Schleudertrauma, Schuhrandprellung) komplett auszukurieren. Stefanie Moser fuhr trotz eines Sturzes weiter, die Tirolerin bzw. der ÖSV wird deshalb um eine Geldstrafe wohl nicht herumkommen.

ÖSV-Aufgebot für die Abfahrt in Beaver Creek: Anna Fenninger, Andrea Fischbacher, Elisabeth Görgl, Cornelia Hütter, Nicole Hosp, Stefanie Moser, Mirjam Puchner, Nicole Schmidhofer, Ramona Siebenhofer, Regina Sterz.

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