Turbulente Tage in Bad Kleinkirchheim

Es geht doch: Christina Ager zeigte nach fast zwei Jahren wieder auf. © Bild: AP/Marco Trovati

Die Strecke macht noch immer Sorgen, Christina Ager fuhr Bestzeit im Training.

Am 13. Jänner jährt sich jener Tag, an dem Christina Ager erstmals in die Schlagzeilen geraten ist, zum sechsten Mal: als die Tirolerin bei der Eröffnung der Europäischen Olympischen Jugendspiele 2012 in Innsbruck außer Tritt geriet, während sie den olympischen Eid ablegen sollte – und der damals 16-Jährigen ein "Scheiße" entfuhr.

Am 13. Jänner 2018 ist die 1,81 Meter große Söllerin erneut ein Thema – als Beste des Abfahrtstrainings von Bad Kleinkirchheim. Zwischen ihrem Weltcup-Debüt im November 2013, als sie im Slalom von Levi völlig überraschend Vierte wurde, und diesem Freitag lag eine schwierige Zeit voller Rückschläge: Lange Zeit wurde versucht, Ager als Technikerin aufzubauen, seit 2016 gehört sie mit stark wechselndem Erfolg zur Speedgruppe.

Nun also zeigte sie zum zweiten Mal nach einer Trainingsbestzeit für die Abfahrt im kanadischen Lake Louise 2016 auf, "aber es war ja nur auf verkürzter Strecke", relativierte die 22-Jährige. Dennoch: Neun Hundertstelsekunden schneller als die Italienerin Sofia Goggia, 13 vor der Liechtensteinerin Tina Weirather, das ist schon gut fürs Selbstvertrauen. Wie es wirklich ist, wird am Samstag ab 10.45 Uhr (live ORFeins) zu sehen sein. Dann wird in Bad Kleinkirchheim Super-G gefahren, danach ein Abfahrtstraining ab dem Super-G-Start und am Sonntag (11.15) die Abfahrt.

Am Freitag war die Strecke im unteren Teil noch immer nicht renntauglich, weshalb nur vom Abfahrts- bis zum Super-G-Start geübt werden konnte. "Bei unserer Besichtigung am Donnerstag war es in manchen Kurven so weich, dass womöglich die Skier steckengeblieben wären", sagte die einfache Saisonsiegerin Anna Veith, die in diesem Winter mit Aufs und Abs "wichtige Erfahrungen" sammelt.

( kurier.at ) Erstellt am 12.01.2018