Schlierenzauer ist Tourneesieger

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Foto: Reuters/KAI PFAFFENBACH Am Ziel: Gregor Schlierenzauer verteidigt seinen Tournee-Titel.

Der Tiroler gewinnt das Springen in Bischofshofen vor Anders Jacobsen. Kraft wird überraschend Dritter.

Tournee-Sieger sehen gewöhnlich anders aus. Sie zucken nicht ratlos mit den Achseln, sie blicken nicht fragend in die Menge, und sie gestikulieren normal auch nicht so hektisch herum. So ausgelassen und übermütig Gregor Schlierenzauer in Innsbruck noch seine Halbzeitführung gefeiert hatte, so dezent hielt sich der Tiroler diesmal beim Tournee-Finale in Bischofshofen zurück.

Austria's Schlierenzauer is congratulated by Norwa Foto: Reuters/KAI PFAFFENBACH Hartnäckig und fair: Anders Jacobsen Keine geballte Faust, keine Jubelschreie, keine Luftsprünge im Auslauf – Schlierenzauer reagierte beinahe stoisch und ernüchtert auf seinen 133-Meter-Sprung im ersten Durchgang.

Weil er nicht wusste, was diese Weite wert ist, vor allem aber weil Anders Jacobsen, sein norwegischer Herausforderer im Kampf um den Gesamtsieg, noch nachlegen konnte. "Zu spät am Absprung, das war nicht optimal", haderte der Tiroler deshalb noch unmittelbar nach seinem Sprung.

Leader

Was Schlierenzauer zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte: Dass dieser in seinen Augen so suboptimale Sprung ihm dem zweiten Tourneesieg noch einen Schritt näher gebracht hatte.

Denn im strömenden Regen von Bischofshofen konnte Anders Jacobsen (131,5 Meter) dem Österreicher nicht das Wasser reichen: Gregor Schlierenzauer baute mit seiner Halbzeitführung seinen Vorsprung in der Gesamtwertung sogar noch um 0,8 Punkte auf 11,5 Zähler aus.

Druck

Austria Ski Jumping Four Hills Foto: AP/Kerstin Joensson Schlierenzauer ließ sich auch durch Jacobsens 139-m-Satz nicht aus der Ruhe bringen Im Finale war’s dann der Norweger Anders Jacobsen, der vorlegen durfte. Und der Sieger der beiden ersten Tournee-Springen setzte Gregor Schlierenzauer noch einmal ordentlich unter Druck: 139 Meter, Tageshöchstweite.

"Ich hab’ zwar oben die genaue Weite nicht gehört, aber nach dem Jubel der Leute war mir klar: Der muss weit gesprungen sein", berichtete Schlierenzauer, der auf die Kampfansage des Norwegers auf seine Art reagierte.

Cool. Souverän. Im Stile eines Überfliegers und Seriensiegers. Schlierenzauer konterte mit einem Flug auf 137,5 Meter – das genügte, um Anders Jacobsen auf Distanz zu halten. Mehr noch: Mit diesem Sprung feierte der Stubaier auch noch seinen zweiten Tagessieg bei dieser Tournee, seinen neunten insgesamt.

Edeldiamant

VIERSCHANZENTOURNEE 2013 BISCHOFSHOFEN - FINALE: S Foto: APA/BARBARA GINDL Sieger Schlierenzauer: 'Wenn man heute nicht feiert, dann weiß ich auch nicht' Das war Gregor Schlierenzauer diesmal auch sofort nach der Landung klar. Und diesmal gab’s im Gegensatz zum ersten Durchgang auch kein Halten mehr. Wie schon bei seinem stimmungsvollen Sieg am Bergisel ließ Schlierenzauer seinen Emotionen freien Lauf und sich von den 26.000 Anhängern feiern. "Unter Druck reifen die richtig großen Diamanten", strahlte der beste Skispringer der Gegenwart, "das ist nicht in Worte zu fassen."

Sein Widersacher Anders Jacobsen nahm die Niederlage gelassen hin: "Gegen Gregor zu verlieren, ist kein Problem. Er ist der Beste. Für mich war diese Tournee wie ein Märchen."

Wie ein Märchen liest sich auch die beeindruckende Erfolgsgeschichte von Gregor Schlierenzauer. Und es ist wohl nur eine Frage von Tagen, bis der Tiroler abermals Geschichte schreibt, bis er wieder einen Feiertag erlebt und sein Siegerlächeln aufsetzen kann. Zwei Erfolge noch, dann hat er Matti Nykänen (46 Siege) als Nummer eins abgelöst. "Wenn ich das in meinem Alter erreiche, dann ist das der absolute Wahnsinn."

Infografik

Österreichs Tourneesieger

tourneesieger.jpg Foto: apa

Bilder

Schlierenzauers Meilensteine

Gregor Schlierenzauer, der erfolgsverwöhnte "Überflieger" vergangener Jahre, ist in Turbulenzen geraten. Seit einigen Saisonen ein Suchender, ist der Tiroler in Falun fündig geworden. Silber von der Großschanze am Donnerstag war die Belohnung für harte Arbeit. Doch auch nach seiner vierten WM-Einzelmedaille ist Schlierenzauer noch nicht am Ziel. 25 Jahre ist Schlierenzauer erst alt, hinter sich hat er schon so viele Erfolge wie kaum ein anderer Wintersportler. 2006: Schlierenzauer feiert in Lillehammer den ersten Weltcupsieg 2007: Anstoßen mit Ammann auf WM-Teamgold in Sapporo 2008: Skiflug-Weltmeister in Oberstdorf 2009: Erster Sieg im Gesamtweltcup mit 19 Jahren 2010: Glanz & Gloria bei Olympia 2011: Erster Einzel-Titel bei einer nordischen WM in Oslo 2012: Erster Gesamtsieg bei der Vierschanzen-Tournee Im Team: Der ehemalige Weltklasse-Rodler Markus Prock (l.) ist Onkel und Manager in Personalunion Intim: Schon seit Jahren hat die Steirerin Sandra ihren Gregor fest im Griff Hobby: Ein Mann mit sehr gutem Geschmack Leidenschaft: Ein blendender Fotograf Jänner 2013: Zweiter Gesamtsieg bei der Vierschanzen-Tournee März 2013: Der Gewinn seiner zweiten großen Kristallkugel Ebenfalls im März 2013: 50. Weltcupsieg und dritter Triumph im Skiflug-Weltcup Februar 2014: Olympia-Silber mit dem Team in Sotschi Februar 2015: WM-Silber von der Großschanze in Falun
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Gregor Schlierenzauer in Zahlen

2 Schanzen gibt es im Weltcup, auf denen Schlierenzauer immer noch nicht gewonnen hat: Die finnischen Bakken in Kuusamo und Kuopio sind die letzten weißen Flecken. 3 Anläufe benötigte Schlierenzauer nur, um seinen ersten Weltcupsieg zu feiern. Als 16-Jähriger startete er am 3. Dezember 2006 in Lillehammer seinen Höhenflug. 9 Tournee-Tagessiege hat Gregor Schlierenzauer mittlerweile gefeiert. Damit ist er die Nummer drei der Bestenliste. 10 Weltcup-Gesamtsiege errang Schlierenzauers Onkel Markus Prock im Kunstbahnrodeln - diese Erfolgsbilanz bleibt wohl auch für einen Gregor Schlierenzauer außer Reichweite. 13 Springen gewann Gregor Schlierenzauer allein in der Weltcup-Saison 2008/’09, das ist der Rekordwert in der 33-jährigen Weltcup-Historie. 18 Jahre alt war Schlierenzauer, als er 2008 seinen ersten großen Titel holte - Gold bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf. 24,90 Euro kostet die blaue Bommelmütze, mit der Schlierenzauers enge Verwandte stets im Auslauf stehen. Sie ist der Renner in der Modekollektion des Tirolers. 60 Bilder präsentierte der begeisterte Fotograf im vergangenen Herbst bei seiner Ausstellung "Stille Momente". Preis pro Schnappschuss: ab 500 Euro aufwärts. 73 Mal landete Schlierenzauer im Weltcup bereits auf dem Siegespodest - damit erreicht er eine 50-Prozent-Quote. 158 Zentimeter hoch sind die Hürden, die Schlierenzauer im Training aus dem Stand überspringt. Auch beim Fest der Pferde sind die Hindernisse nicht höher. 243,5 Meter war der bislang weiteste Flug im Leben des 22-Jährigen. Schlierenzauer stellte seine persönliche Bestmarke 2011 auf der größten Schanze der Welt in Vikersund (Norwegen) auf. 2083 Punkte sammelte der Tiroler bei seinem Weltcup-Gesamtsieg 2008/’09. So viele Zähler hat kein anderer Springer in einer Saison zusammengebracht. 3360 Kilometer sind es von Fulpmes, dem Heimatort von Schlierenzauer, in die russische Olympiastadt Sotschi. 2014 will sich der Tiroler in Russland seinen nächsten Kindheitstraum erfüllen - Olympiagold. 63.057 Gefällt mir hatte Gregor Schlierenzauer an diesem Samstag auf Facebook. Zumindest hier ist er nicht die Nummer 1: Sein Teamkollege Thomas Morgenstern hat mehr als 80.000 Follower. 38.260 Meter legte Schlierenzauer bisher bei seinen 145 Weltcup-Wettkämpfen in der Luft zurück. 1,3 Millionen Euro an Einzel-Preisgeldern hat Schlierenzauer in seiner Karriere bereits verdient. Nicht inkludiert sind die Prämien seiner Sponsoren und Ausrüster.
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Schlierenzauer - Jacobsen: Das Duell

Vor dem ersten Bewerb der Vierschanzentournee in Oberstdorf hatte sich alles auf ein Duell zwischen den ÖSV-Adlern und den deutschen Herausforderern eingestellt. Am Ende hieß der Sieger jedoch Anders Jacobsen, Schlierenzauer wurde als bester Österreicher Zweiter. Auch auf der zweiten Station der Tournee änderte sich an dieser Reihenfolge nichts: Der im ersten Durchgang noch neuntplatzierte Jacobsen schaffte es mit einem 143-Meter-Satz im zweiten noch auf den ersten Platz. Dabei hatte Gregor Schlierenzauer als Führender nach dem ersten Durchgang schon wie der sicherer Sieger ausgesehen. Das Heimspringen am Bergisel wurde dann aber zur großen Schlierenzauer-Show. 22.000 Zuschauer hatten den Tiroler zu einem überlegenen Tagessieg getragen. Anders Jacobsen war wenig begeistert, dass sich sein Vorsprung in einen Rückstand verwandelte. Zum Abschluss der 61. Vierschanzen-Tournee setzte sich Schlierenzauer auch in Bischofshofen durch und sicherte sich den Gesamtsieg. Anders Jacobsen war auch in Bischofshofen ein würdiger Gegner, musste sich aber schlussendlich geschlagen geben.
Senkrechtstarter

Stefan Kraft überrascht auf Platz drei

Stefan Kraft stand im Auslauf der Paul-Außerleitner-Schanze von Bischofshofen und schüttelte nur mehr den Kopf. Was da alles auf ihn einprasselte, das überforderte den 19-Jährigen sichtlich. "Ich kann es nicht glauben", stammelte Kraft, "das ist alles nicht zu fassen."

Austria Ski Jumping Four Hills Foto: AP/Matthias Schrader Stefan Kraft springt erstmals ins Rampenlicht Noch bis vor wenigen Tagen war der Salzburger nur im Kontinentalcup gesprungen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne Chance auf Publicity und Rampenlicht. Bei der Vierschanzentournee gelang dem Jung-Adler nun ein spektakulärer Karrieresprung.

Bereits am Bergisel hatte Stefan Kraft als 23. die ersten Weltcuppunkte seines Lebens gesammelt, auf seiner Trainingsschanze in Bischofshofen schoss der 19-jährige Lokalmatador nun vollends den Vogel ab: Dritter Platz beim erst dritten Weltcup-Einsatz. "Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Mir muss jemand die Zähne einschlagen, damit ich aufhöre zu lachen", sagte Kraft.

Man of the Day

Der Salzburger sorgte mit seinem unerwarteten Kraft-Akt für ein versöhnliches Tournee-Ende. "Das ist sehr wohltuend", strahlte auch Cheftrainer Alexander Pointner, "die Mannschaft ist ruhig geblieben. Man hat auch gesehen, dass unsere Nachwuchsarbeit stimmt."

Als Belohnung für seinen dritten Platz erhielt Senkrechtstarter Stefan Kraft nicht nur 2000 Euro Zusatzpreisgeld (Man of the Day), er bekommt auch einen Startplatz für die nächsten Weltcup-Bewerbe in Polen. Schon am Mittwoch heben die Adler in Wisla abermals ab.

Steckbrief

Gregor Schlierenzauer

Gregor SCHLIERENZAUER (22 Jahre):
Geb.: 7.1.1990 in Hochrum (T)
Wohnort: Fulpmes (T)
Größe: 1,80 m/65 kg
Familienstand: ledig
Verein: SV Innsbruck-Bergisel
Hobbys: Fotografie, Mode, Design, Kochen, Sport
Homepage: http://www.gregorschlierenzauer.at

Größte Erfolge:
Olympia (1/0/2): Gold 2010 Vancouver Teambewerb
         Bronze 2010 Normal- und Großschanze
WM (5/1/0): Gold Einzel 2011 Oslo Großschanze
    Gold Team 2007 Sapporo, 2009 Liberec, 2011 Oslo Großschanze
    und Normalschanze
    Silber Einzel 2009 Liberec Normalschanze
Skiflug-WM (4/1/0): Gold Einzel 2008 Oberstdorf
            Gold Team 2008 Oberstdorf, 2010 Planica, 2012 Vikersund
            Silber Einzel 2010 Planica
Weltcup: 45 Siege; Gesamtsieger 2008/09, Zweiter 09/10, 11/12
 Rekord-Saison 2008/09: 13 Siege (Rekord)/20 Podestplätze;
Junioren-WM: Gold Einzel und Team 2006

Vierschanzen-Tournee: Gesamtsieger 2011/12, 2012/13; 2. 2006/07; 3.
2008/09
- Mit 9 Tagessiegen (Oberstdorf 2006 und 2011, Garmisch 2008, 2010
und 2012, Innsbruck 2010 und 2013, Bischofshofen 2007 und 2013
erfolgreichster Österreicher in Tournee-Geschichte

Hintergrund

16.600 Euro für den Tourneesieg

Es ist nicht gerade der günstigste Zeitpunkt, Sven Hannawald nachzueifern und auf den berühmten Grand Slam loszugehen. Der Deutsche hatte bekanntlich 2001/’02 als erster und einziger Springer alle vier Tourneebewerbe gewonnen und damit Sportgeschichte geschrieben.

Noch im Vorjahr war für eine Wiederholung von Hannawalds Kunststück eine stolze Sonderprämie von einer Million Schweizer Franken ausgelobt worden, bei der aktuellen Tournee bekäme ein Grand-Slam-Sieger hingegen keinen Cent mehr als für den gewöhnlichen Tourneeerfolg, der mit 16.600 Euro – neben dem obligaten Preisgeld – auch nicht übermäßig dotiert ist.

Lohnniveau

Den Superstar wie Gregor Schlierenzauer ist das Lohnniveau der Adler schon lange ein Dorn im Auge. Vor allem seit die FIS vor drei Jahren den Verteilungsschlüssel modifiziert hat und die 60.000 Euro Preisgeld an die ersten 30 Springer ausschüttet und nicht mehr nur an die Top Ten.

"Wir sorgen für die Show und machen Werbung für den Sport und kriegen weniger. Das passt nicht", hatte sich Schlierenzauer schon mehrmals beschwert.

Tour de Ski

FIS-Renndirektor Walter Hofer, ein Landsmann von Schlierenzauer, lässt dieses Argument nur bedingt gelten. "Wir müssen auf alle Athleten schauen. Für Leute, die zwischen Platz 15 und Platz 30 kommen, sind das wichtige Einnahmen", erklärt Hofer, "die Stars haben ohnehin zusätzliche Verdienstmöglichkeiten."

Die Adler blicken derweil ein wenig neidisch auf die Langläufer, die eben bei der Tour de Ski für den Gesamtsieg 75.000 Euro erhalten. Allerdings ist deren Arbeitszeit auch deutlich länger als jene der Skispringer.

Vierschanzen-Tournee

Ergebnis und Endstand

Endstand des Springens in Bischofshofen

1. Gregor Schlierenzauer AUT 133,0/137,5 272,7
2. Anders Jacobsen NOR 131,5/139,0 270,4
3. Stefan Kraft AUT 131,0/131,0 261,3
4. Kamil Stoch POL 131,0/131,5 260,2
5. Anders Bardal NOR 130,0/130,0 257,3
6. Thomas Morgenstern AUT 132,0/127,0 253,7
7. Dimitri Wassiliew RUS 132,0/130,5 252,9
8. Michael Neumayer GER 132,0/128,5 251,5
9. Tom Hilde NOR 126,5/131,0 250,9
10. Maciej Kot POL 132,0/126,0 250,8
11. Jaka Hvala SLO 128,5/127,0 250,4
12. Richard Freitag GER 130,0/125,0 248,1
13. Andreas Kofler AUT 128,5/126,0 247,2

Tournee-Endstand
1. Gregor Schlierenzauer (AUT) 1.100,2 Punkte
2. Anders Jacobsen (NOR) 1.087,2 Punkte
3. Tom Hilde (NOR) 1.029,2 Punkte
4. Kamil Stoch (POL) 1.027,2 Punkte
5. Anders Bardal (NOR) 1.026,8 Punkte
6. Michael Neumayer (GER) 996,7 Punkte
7. Dimitirj Wassiljew (RUS) 994,8 Punkte
8. Peter Prevc (SLO) 989,9 Punkte
9. Andreas Wellinger (GER) 988,7 Punkte
10. Martin Schmitt (GER) 980,8 Punkte

Überblick

Alle Gesamtsieger der Tournee

 1953: SEPP BRADL (AUT)
 1953/54: Olav Björnstad (NOR)
 1954/55: Hemmo Silvenoinen (FIN)
 1955/56: Nikolai Kamenski (UdSSR)
 1956/57: Pentti Uotinen (FIN)
 1957/58: Helmut Recknagel (DDR)
 1958/59: Helmut Recknagel (DDR)
 1959/60: Max Bolkart (GER)
 1960/61: Helmut Recknagel (DDR)
 1961/62: Eino Kirjonen (FIN)
 1962/63: Toralf Engan (NOR)
 1963/64: Veikko Kankkonen (FIN)
 1964/65: Torgeir Brandtzäg (NOR)
 1965/66: Veikko Kankkonen (FIN)
 1966/67: Björn Wirkola (NOR)
 1967/68: Björn Wirkola (NOR)
 1968/69: Björn Wirkola (NOR)
 1969/70: Horst Queck (DDR)
 1970/71: Jiri Raska (CZE)
 1971/72: Ingolf Mork (NOR)
 1972/73: Rainer Schmidt (DDR)
 1973/74: Hans-Georg Aschenbach (DDR)
 1974/75: WILLI PÜRSTL (AUT)
 1975/76: Jochen Danneberg (DDR)
 1976/77: Jochen Danneberg (DDR)
 1977/78: Kari Yliantilla (FIN)
 1978/79: Pentti Kokkonen (FIN)
 1979/80: HUBERT NEUPER (AUT)
 1980/81: HUBERT NEUPER (AUT)

 1981/82: Manfred Deckert (DDR)
 1982/83: Matti Nykänen (FIN)
 1983/84: Jens Weißflog (DDR)
 1984/85: Jens Weißflog (DDR)
 1985/86: ERNST VETTORI (AUT)
 1986/87: ERNST VETTORI (AUT)

 1987/88: Matti Nykänen (FIN)
 1988/89: Risto Laakonen (FIN)
 1989/90: Dieter Thoma (GER)
 1990/91: Jens Weißflog (GER)
 1991/92: Toni Nieminen (FIN)
 1992/93: ANDREAS GOLDBERGER (AUT)
 1993/94: Espen Bredesen (NOR)
 1994/95: ANDREAS GOLDBERGER (AUT)
 1995/96: Jens Weißflog (GER)
 1996/97: Primoz Peterka (SLO)
 1997/98: Kazuyoshi Funaki (JPN)
 1998/99: Janne Ahonen (FIN)
 1999/00: ANDREAS WIDHÖLZL (AUT)
 2000/01: Adam Malysz (POL)
 2001/02: Sven Hannawald (GER)
 2002/03: Janne Ahonen (FIN)
 2003/04: Sigurd Pettersen (NOR)
 2004/05: Janne Ahonen (FIN)
 2005/06: Janne Ahonen (FIN) und Jakub Janda (CZE)
 2006/07: Anders Jacobsen (NOR)
 2007/08: Janne Ahonen (FIN)
 2008/09: WOLFGANG LOITZL (AUT)
 2009/10: ANDREAS KOFLER (AUT)
 2010/11: THOMAS MORGENSTERN (AUT)
 2011/12: GREGOR SCHLIERENZAUER (AUT)
 2012/13: GREGOR SCHLIERENZAUER (AUT)

(APA) Erstellt am
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