Österreich bei den Paralympics: Was man vor den Winterspielen wissen sollte

Nach den Olympischen Spielen wird Österreich ab 6. März in Italien mit einem 19-köpfigen Team erneut auf Medaillenjagd gehen. 15 davon sind im Para-Ski alpin gefordert.
Österreichs Paralympics-Auswahl

Nach Olympia ist vor den Paralympics. Zwölf Tage nach der Abschlussfeier in Verona wird dort am 6. März die Eröffnung der 14. Paralympischen Winterspiele über die Bühne gehen. Österreich schickt ein 19-köpfiges Team (13 Sportler, 6 Sportlerinnen) nach Italien. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten.

  • Wer vertritt Österreich?

Das ÖPC-Team besteht aus insgesamt 15 Athleten sowie vier Guides, die Österreichs Skifahrer mit Sehbehinderung über die Piste in Cortina leiten werden. Angeführt wird die Auswahl von Markus Salcher (34), für den es die fünften und letzten Winterspiele sein werden. Der Kärntner will seinen bereits sieben Medaillen (zwei davon in Gold) noch die ein oder andere hinzufügen. Die jüngste im Team ist die 19-jährige Lilly Sammer, die als Guide von Skifahrer Michael Scharnagl agiert.

  • Wo finden die Wettkämpfe statt?

Die mehr als 600 Athleten aus rund 50 Nationen werden an drei Wettkampforten um die Medaillen kämpfen: Der Großteil der Bewerbe findet in Cortina statt, dazu geht es nach Tesero und Mailand.

  • In welchen Bewerben ist Österreich vertreten?

Der Großteil der ÖPC-Auswahl, 15 der 19 Sportler, ist im Para-Ski alpin gefordert. Gestartet wird in den Klassen stehend, sitzend und sehbehindert. Im Snowboard sind mit Rene Eckhart, Oliver Dreier und Markus Schmidhofer drei Österreicher mit dabei. Stefan Egger-Riedmüller agiert hingegen im Para-Langlauf und -Biathlon als Einzelkämpfer.

Para-Langläufer Stefan Egger-Riedmüller.

Para-Langläufer Stefan Egger-Riedmüller.

  • Wer hat die besten Medaillenchancen?

2022 jubelte das österreichische Team über 13 Medaillen – je fünf in Gold und Silber, drei in Bronze. Ähnliches soll auch diesmal gelingen. Neben Routinier Salcher liegen die Hoffnungen auch auf der erfolgreichen Aigner-Familie, die schon in Peking 2022 fleißig Medaillen sammelte. Johannes Aigner (mit Guide Nico Haberl) sowie Veronika Aigner (mit Guide und Schwester Elisabeth) treten in allen fünf Disziplinen an und hoffen auf ebenso viele Erfolgserlebnisse.

  • Wie gehen die Paralympics mit Russland um?

Während die russischen Sportler bei Olympia nur unter neutraler Flagge starten durften, kommt es bei den Paralympics zu einem umstrittenen Wendepunkt. Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt werden die russische und belarussische Flagge und Hymne wieder ein Teil der Winterspiele sein. Eine Entscheidung, die dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) viel Kritik einbrachte. Die Ukraine hat bereits angekündigt, deshalb die Eröffnungsfeier zu boykottieren. Weitere Nationen, wie etwa Tschechien folgen diesem Beispiel.

  • Wo findet die Eröffnungsfeier statt?

Auch das ist ein Novum, wenn auch in positiver Hinsicht. Denn erstmals überhaupt wird eine paralympische Eröffnungsfeier in einem UNESCO-Weltkulturerbe stattfinden. Das Amphitheater in Verona wird nach der Abschlussfeier der Olympischen Spiele die Paralympics einläuten. Der Abschluss findet dann in Cortina d’Ampezzo statt.

  • Wo sind die Paralympics zu sehen?

Der ORF wird über die Winterspiele auf Sport+ „umfangreich berichten“, auf ORF1 ist zudem eine tägliche Highlight-Sendung eingeplant. Die Übertragung startet am 7. März.

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