Die jüngste ÖOC-Olympiateilnehmerin und Anna Gassers "Fangirl"
Seit Freitag ist Hanna Karrer 18 Jahre alt. Die Steirerin ist die jüngste österreichische Athletin bei den Winterspielen in Milano/Cortina. Am Sonntag (19.30 Uhr) steht sie in Livigno in der Big-Air-Qualifikation am Start.
Olympische Spiele, das war bisher etwas, das die ehemalige Stams-Schülerin mit ihrer Familie daheim auf der Couch angeschaut hat. „Dieses Jahr wird es doch ein bisschen anders werden. Speziell, weil ich eben selber da bin.“
Angekommen: Hanna Karrer mit Anna Gasser in Livigno
In den vergangenen Tagen hat sie bei den Trainings bereits Olympialuft schnuppern können. Mit Anna Gasser und Clemens Millauer versteht sich die Snowboarderin fantastisch, ist sie doch viel gemeinsam mit ihnen auf Achse. „Ich freue mich, dass wir es alle hierher geschafft haben.“
Hanna Karrer beim Training
Eine richtige Geburtstagsfeier hat sich Karrer am Eröffnungstag nicht erlaubt. „Die spare ich mir für nach Olympia auf.“ Da allerdings geht es gleich weiter nach Kanada zur Junioren-WM.
Erstes Weltcup-Podium im Dezember
Ihre Ziele für die Olympischen Bewerbe? „Es wäre extrem schön, wenn ich im Slopestyle und im Big Air meinen Run landen würde.“ Im Big Air strebe sie die Top 10 oder gar Top 5 an, sagt die 18-Jährige selbstbewusst. „Weil ich schon im Weltcup gesehen habe, dass das auf jeden Fall möglich ist.“ Im Dezember in Peking feierte sie mit dem zweiten Rang im Big Air ihr erstes Weltcup-Podium.
Große Erwartungen habe sie aber nicht. „Es ist mehr zum Erfahrungen sammeln. Ich habe dann doch noch ein paar Jährchen vor mir wahrscheinlich. Deswegen mache ich mir da jetzt nicht zu viele Hoffnungen auf die Medaille. Ich weiß, dass alle, die dort sind, extrem gut fahren.“
Hanna Karrer, schon als kleines Kind snowboardbegeistert
Große Chancen rechnet sie ihrer Trainingspartnerin Anna Gasser aus. Die 34-Jährige hat zuletzt bei den X-Games gezeigt, dass sie einen 1440er in ihrem Repertoire hat. Welche Tricks Karrer auspacken wird, verrät sie nicht. „Es wird auf jeden Fall sehr cool zum Anschauen werden.“
Gasser begleitet Hanna Karrer schon „von klein auf“. Sie und Millauer haben ihr „in allen möglichen Bereichen“ geholfen, sagt sie. „Ich habe Anna zum ersten Mal am Kreischberg getroffen, habe ein Foto mit ihr gemacht. Ich war ein kleines Fangirl von ihr. Und jetzt ist sie wie eine große Schwester für mich. Und es ist extrem schön zu sehen, wie sie den Sport auch pushen will mit mir gemeinsam.“
"Freestyle ist schon sehr spektakulär"
Dass die Freestyle-Bewerbe beim Live-Publikum und im TV zu den beliebtesten Olympischen Wettkämpfen gehören, lässt sie kalt. Aber sie kann es verstehen. „Es ist extrem spektakulär. Das darf man nicht kleinreden. Wir fliegen in einer Höhe von 5 Metern durch die Luft und manchmal mehr als 18 Meter weit. Das ist schon sehr, sehr spektakulär.“
Es helfe sogar, wenn viele Menschen zusehen. „Ich mag den Druck, den kleinen Nervenkitzel.“
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