Warum Olympia-Rodler Jonas Müller den Gesamtweltcup abschreibt

Im Gesamtweltcup liegt der Silbermedaillengewinner von Cortina nur knapp an 2. Stelle, wird die Saison aber vorzeitig beenden. Auch Hannah Prock steigt aus.
Jonas Müller im Eiskanal von Cortina

Nach den Olympischen Spielen und einer kurzen Verschnaufpause geht der Rodelweltcup in die Zielgerade. Am kommenden Wochenende steht in St. Moritz auf dem Programm, eine Woche später folgt das Weltcupfinale in Altenberg. 

Bitter für Österreichs Rodelteam allerdings. Der ÖRV muss im Endspurt auf Hannah Prock und Jonas Müller verzichten. 

Wieder kein Start in Altenberg

Der Vorarlberger zweifachen Silbermedaillengewinner von Cortina d'Ampezzo liegt aktuell im Gesamtweltcup nur einen Punkt hinter dem Deutschen Felix Loch, der bei den Olympischen Spielen heuer allerdings leer ausgegangen ist. 

Müller tritt zwar in St. Moritz an, wird aber auf einen Start beim Weltcupfinale in Altenberg verzichten. Müller und der Eiskanal im Osterzgebirge werden keine Freunde mehr. Auch in der Vorsaison hat Müller den Weltcup dort ausgelassen und das mit Linienproblemen und einem zu hohen Verletzungsrisiko begründet. Damit steht dem 36-jährigen Deutschen vor seinem achten Gesamtweltcup-Sieg kaum noch etwas im Weg.

Prock wurde operiert

Hannah Prock, die im Gesamtweltcup mit 45 Zählern Rückstand auf Platz vier liegt, trat am Dienstag mit starken Bauchschmerzen die Heimreise an und unterzog sich noch am selben Tag in Innsbruck einer Blinddarm-Operation. Die Saison ist für die 26-jährige Tirolerin damit vorzeitig zu Ende. Damit ruhen die Hoffnungen auf den ersten Sieg einer Österreicherin im Gesamtweltcup seit der Saison 1996/1997 (Andrea Tagwerker) auf Lisa Schulte. Die Tirolerin startet als Führende in die letzten Bewerbe. 

Die Konkurrenz, vor allem aus Deutschland, ist der Weltmeisterin von 2024 allerdings dicht auf den Fersen. Olympiasiegerin Julia Taubitz fehlen auf Schulte 15, Merle Fräbel 19 Punkte.

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