Auf die Rodler ist Verlass: Müller jubelt über Silber

Jonas Müller
Jonas Müller rodelte im olympischen Eiskanal zu Silber. Er musste sich nur dem Deutschen Max Langenhahn geschlagen geben.

Bei Welt- und Europameisterschaften hat er in der Vergangenheit schon mehrmals zugeschlagen - jetzt hat Jonas Müller auch seine Olympia-Medaille! Und das bei seinem ersten Olympia-Auftritt überhaupt. Der Vorarlberger musste im Einsitzerbewerb nur dem Deutschen Max Langenhan den Vortritt lassen und jubelte auch vor den Augen von Bundeskanzler Christian Stocker über Silber. Bronze ging an den Italiener Dominik Fischnaller.

Der 28-jährige Müller war nach dem ersten Tag und den ersten beiden Läufen schon klar auf Silberkurs gelegen, am Finaltag wollte er Langenhahn noch einmal angreifen. Der Deutsche blieb aber cool und ließ dem Österreicher keine Chance. Müller wiederum hielt Fischnaller auf Distanz - Silber war nie in Gefahr.

Die anderen beiden Österreicher im Bewerb hatten mit den Medaillenrängen nichts zu tun. Nico Gleirscher wurde Fünfter, Wolfgang Kindl Achter.

2022 hatte der 102-kg-Mann Müller bei Olympia noch zuschauen müssen. Was für viel Frust gesorgt hatte, sogar ans Karriereende hat er damals gedacht. Jetzt ist der Doppelweltmeister (2019, 2023) und dreifache Europameister (2024, 2025, 2026) froh, dass er weiter gemacht hat. 

Müller setzte auch eine imposante Serie der rot-weiß-roten Rodler fort. Das letzte Mal, dass Österreich bei Olympia ohne Rodelmedaille blieb, war 1988 in Calgary. In Cortina gibt es noch vier weitere Medaillenchancen. Im Einsitzer der Frauen, in den beiden Doppelsitzerbewerben und in der Team-Staffel sind weitere Podestplätze nicht unwahrscheinlich. Insgesamt war es für die Rodler die 26. Olympia-Medaille - 6 in Gold, jetzt 11 in Silber und 9 in Bronze. Nur die Skifahrer (128) und die Skispringer (27) haben mehr gesammelt.

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