Am Donnerstag wird der beste Abfahrer gesucht

Pyeongchang 2018 Winter Olympics
Foto: REUTERS/STEFANO RELLANDINI Matthias Mayer zog sich in der Kombi einen Bluterguss zu.

Nachdem die Olympia-Abfahrt im ersten Anlauf dem Sturm zum Opfer fiel, wird am Donnerstag gefahren.

Abfahrt. Am Donnerstag nehmen die Abfahrer einen neuen Anlauf auf ihre Olympia-Entscheidung (3.30 Uhr MEZ), und dieses Mal sollte es klappen – am Mittwochabend verabschieden sich Wind und Kälte aus der südkoreanischen Olympia-Region.

Hannes Reichelt ist das nur recht, denn die Kombi-Abfahrt war doch beeinflusst vom stürmischen Zeitgenossen, "Christof Innerhofer und Vincent Kriechmayr hatten im unteren Streckenteil definitiv Gegenwind", schilderte der fachkundige Beobachter im Zielraum. Am vergangenen Samstag hatten die Abfahrer das letzte Training, seither war Pause – am Montag war immerhin ein Super-G-Training möglich. "Ich hoffe, dass diejenigen, die in der Kombination nicht am Start waren, am Mittwoch noch ein Training fahren können", sagte der 37-jährige Routinier, "der Wind an den letzten drei, vier Tagen hat die Piste doch sehr verändert. Es ist glatter geworden, aber man wird sich auch anschauen müssen, was passiert, wenn der Wind dann einmal nicht mehr bläst." Die Chance bekommt er, allerdings muss in Überbekleidung gefahren werden – Wind ist angesagt.

Die lange Pause vor seiner ersten Olympia-Abfahrt (2006 wurde er Zehnter im Super-G von Sestriere) war für Hannes Reichelt jedenfalls kein Problem: "Oft wird man sogar langsamer, wenn man so oft trainiert."

Abflug

Matthias Mayer, der Olympiasieger von 2014, leistete nach Platz drei in der Kombi-Abfahrt im Slalom einen wilden Ausritt, räumte stürzend einen Fotografen ab, zerstörte eine Bohrmaschine und begab sich in Behandlung, um seinen schmerzenden Bluterguss an der Hüfte in den Griff zu bekommen.

Auch Vincent Kriechmayr zeigte eine starke Leistung im schnellen Teil der Kombination und scheiterte im Slalom, blieb aber unverletzt. "Zurzeit bin ich in der Kombi eine ziemliche Schwachstelle", gab der Oberösterreicher unumwunden zu, "da muss ich auf die nächste Saison hin etwas ändern."

Und Max Franz? Der Kärntner "kann hier ganz gut vorn dabei sein, aber dafür muss halt alles passen. In der Kombi-Abfahrt hat man doch gesehen, dass die Skier zum Teil ganz schön hüpfen, und um das zu verhindern, braucht man eine gute Position."

(kurier) Erstellt am
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