Roger Bader

© APA/HELMUT FOHRINGER

Sport Wintersport
05/04/2021

Österreichs Eishockey-Teamchef baut unbeeindruckt auf die Jugend

Roger Bader lässt nächste Woche sogar einen 17-Jährigen spielen. Die Ergebnisse stellt er in den Hintergrund.

Mit vielen jungen Spielern bestreitet Österreichs Eishockey-Nationalteam das Finish einer kurzen und intensiven Frühjahrssaison. 16 Spieler jünger als 25 Jahre hat Teamchef Roger Bader in den Kader für die beiden Spiele in Bozen gegen Italien am Samstag (18.00 Uhr) und Sonntag (16.00) sowie das WM-Ersatzturnier ab 15. Mai in Ljubljana nominiert. Zwei Teenager werden nächste Woche noch dazu stoßen.

Die Spiele in Bozen sollen trotz zweier positiver Corona-Tests von italienischen Spielern stattfinden. Das am Dienstag geplant gewesene Testspiel der Italiener gegen die Schweiz wurde abgesagt, die Generalprobe für die A-WM will Italien aber bestreiten.

Zum Team der Österreicher, die ab Mittwoch in Telfs ihr viertes Trainingslager beziehen, sind von Meister KAC die Stürmer Manuel Ganahl und Lukas Haudum dazugestoßen. Peter Schneider wird seine gegen die Slowakei erlittene Verletzung auskurieren und sollte in Slowenien wieder dabei sein. Dann werden auch Verteidiger Thimo Nickl (19) und Stürmer Marco Kasper (17) erwartet, deren Klub Rögle das Finale der schwedischen Meisterschaft bestreitet.

Mehrere routinierte und langjährige Teamspieler fehlen im aktuellen Aufgebot, allen voran der verletzte Teamkapitän Thomas Raffl. „Viele Spieler hatten Blessuren und spielten trotzdem im Play-off. Sie hätten bei einer WM vielleicht durchgebissen, aber es macht keinen Sinn, ein Risiko einzugehen“, erklärte Teamchef Roger Bader.

Der Mut des Teamchefs

Also bekommen viele junge Spieler die Chance, sich in Ljubljana mit Slowenien (15.5./16:30), Polen (17.5./13:00), Ukraine (18.5./13:00), Rumänien (20.5./16:30) und Frankreich (21.5./13:00) zu messen. „Das ist ein Vorgehen, das bei den Topnationen absolut normal ist. Die Tatsache, dass keine WM ist, macht den Anteil an jungen Spielern überdurchschnittlich groß“, so Bader.

Nichts Neues beim Schweizer. „Ich werfe die jungen Spieler mutig in ihre Rollen, mit viel Eiszeit, Überzahl und Unterzahl. Eigentlich sollte jeder Freude haben, dass ich das tue und den Mut dazu habe, und nicht das Resultat in den Vordergrund stellen“, betonte Bader. „Ich habe immer wieder junge Spieler einberufen, ihnen Vertrauen gegeben, das sie sonst nicht immer bekommen. Das sind Spieler, die vielleicht bei einer WM noch nicht dabei sind, aber in zwei, drei Jahren den Stammkader bilden“, erklärte der Teamchef.

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