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10.12.2011

"Nur" Rang zwei im Teamspringen

... Tiroler holte mit Sprüngen auf 140,5 und 128 Metern hauchdünn den Tagessieg. Nur um einen ... © Bild: dapd(c) AP

Die Österreicher müssen sich in Harrachov Norwegen geschlagen geben. Slowenien wird Dritter.

Wer nie verliert, hat den Sieg nicht verdient. Österreichs Skisprung-Mannschaft hat sich am Samstag in Harrachov erstmals seit März 2010 bzw. nach acht Team-Erfolgen en suite (inklusive zweier WM-Titel in Oslo) geschlagen geben müssen. Thomas Morgenstern, David Zauner, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer erzielten insgesamt 956 Zähler und landeten letztlich noch deutlich 37,7 Punkte hinter Norwegen auf Platz zwei. Slowenien wurde überraschend vor Deutschland Dritter.

Das ÖSV-Team hatte nach dem ersten Durchgang noch geführt, nach dem insgesamt sechsten Nationendurchlauf übernahm aber Norwegen die Spitze. Erstmals seit dem Teambewerb in Lahti im März des Vorjahres, als ebenfalls Norwegen triumphiert hatte, mussten sich Morgenstern und Co. wieder einmal geschlagen geben. Die Bewerbe in Harrachov werden am Sonntag (13.45 Uhr) mit einem Einzelspringen fortgesetzt.

"Können damit gut umgehen"

Der Hunger der Konkurrenz, die so dominanten ÖSV-"Adler" endlich wieder einmal zu besiegen, wurde also wieder einmal gestillt. Ein Umstand, der die Österreicher nicht wirklich in schlechte Stimmung versetzte. "Wir können damit gut umgehen. Wer so viel gewonnen hat, der muss auch mal verlieren können", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner.

Vor allem Kofler hat sich bisher mit der Schanze nicht wirklich anfreunden können. Im Probedurchgang hatte der dreifache Saisonsieger aus Tirol einen ähnlich instabilen Sprung gezeigt wie am Vortag. Mit 131,5 und 133 Metern bot er dann doch eine solide Leistung. "Wie die Mannschaft die ganze Situation mit dieser Vorgeschichte gemeistert hat, das steht über so manchem Sieg. Deshalb können wir erhobenen Hauptes von der Schanze gehen", war Pointner deshalb zufrieden.

David Zauner stand zwar nicht zum ersten Mal in der Mannschaft, aber erstmals unter besonderem Druck. "Das war heute die erste richtige Herausforderung für ihn. Ich bin mit ihm sehr zufrieden, es waren harmonische Sprünge. Wir werden noch viel Freude mit ihm haben", ist Pointner vom Freitag-Vierten Zauner überzeugt. Morgenstern hat vor allem im ersten Durchgang mit einem 139-m-Satz für die beste Einzelleistung der ÖSV-Mannen gesorgt und wohl neues Selbstvertrauen, auch für den Sonntag-Bewerb, getankt. Freitag-Sieger Gregor Schlierenzauer lief es als Schluss-Springer mit 132 und 124 m nicht ganz nach Wunsch.

Teambewerb in Harrachov

1. Norwegen (Tom Hilde 127,5/138 m, Björn Einar Romören 138/136, Vegaard-Haukö Sklett 125,5/130,5, Anders Bardal 135,5/139) 993,7 Punkte
2. Österreich (Thomas Morgenstern 139/131 m, David Zauner 129,5/125,5, Andreas Kofler 131,5/133, Gregor Schlierenzauer 132/124) 956,0
3. Slowenien (Jernej Damjan 124/133,5 m, Jure Sinkovec 122/126,5, Peter Prevc 130/125,5, Robert Kranjec 121,5/130,5) 888,6
4. Deutschland (Maximilian Mechler 124/96, Michael Neumayer 137/127, Richard Freitag 140,5/135, Severin Freund 121,5/122,5) 881,5
5. Polen 876,3
6. Tschechien 874,0
7. Japan 842,2
8. Russland 835,8
9. Schweiz 403,5
10. Finnland 384,3
11. Frankreich 381,2
12. Italien 320,5